Badminton: Bay. Ranglistenturnier Diedorf

Am letzten Wochenende vertraten acht Nachwuchsspieler und -spielerinnen die Farben des TV Marktheidenfeld auf dem Bayerischen Ranglistenturnier in Diedorf bei Augsburg. Das Doppel Esther Huth und Miriam Schäffer konnten über einen ersten Platz im Doppel der Altersklasse U13 jubeln.

Mit Lukas Heilig, Nico Ferstl und Samuel Unz präsentierten sich gleich drei Jungs in der Altersklasse U17 auf bayerischer Ebene. Im Einzel zeigte Ferstl einen stabilen elften Platz, während Heilig und Unz die Plätze 13 und 15 belegten. Im Doppel lief es dagegen um einiges besser. So hatten Ferstl/Heilig zwar das Pech in der ersten Runde auf die an Zwei gesetzte Paarung Czerny/Hoch (Haunstetten/Augsburg) zu treffen und nach gutem Spiel mit 16:21 und 17:21 zu unterliegen, bewiesen aber in der Folge, was in ihnen steckt. Mit 21:13 und 21:6 demontierten sie Brudniok/Canstein (Ansbach/Trostberg) und sicherten sich mit einem Sieg über Franke/Hueck (Bamberg/Augsburg) Platz Fünf. Samuel Unz trat in derselben Konkurrenz mit seinem Unterdürrbacher Partner Achim Theissen an und belegte nach zwei Siegen und zwei Niederlagen Rang Sieben.

In der Altersklasse U15 spielten Nils Zelder und Felix Schrage zusammen im Doppel. Durch einen ganz starken Auftritt gegen die Wolfsteiner Achhammer/Bösl (21:15, 21:16) zogen sie etwas überraschend ins Viertelfinale ein. Gegen die an Eins gesetzten Maschauer/Nickel (Zirndorf/Nürnberg) hatten sie, wie zu erwarten, keine Chance und mussten sich auch in den zwei Folgepartien recht klar geschlagen geben. Der achte Platz war für die beiden jedoch eine unerwartete Belohnung.

Laura Übelhör und Esther Huth durchlebten im Einzel der Altersklasse U13 einige Höhen und Tiefen. So verlor Übelhör ihr Erstrundenspiel gegen ihre Doppelpartnerin Rania Offe (Ochsenfurt) unerwartet deutlich mit 17:21 und 10:21. Danach lief sie etwas unglücklich gegen die eigentlich an Eins gesetzte Anja Böhm (Katzwang) (13:21, 9:21) und konnte sich erst im Spiel um Platz Sieben mit einem 21:8 und 21:11 den Frust von der Seele spielen. Esther Huth musste erwartungsgemäß gegen Jule Schwaegerl (Lohhof) zurückstecken, siegte anschließend aber gegen Isha Kundi (Neubiberg) und musste sich wie schon Übelhör nach einer Niederlage gegen Anja Böhm mit Platz Sechs begnügen.

Im Doppel wurden die Karten neu gemischt. Laura Übelhör trat mit Ihrer Ochsenfurter Partnerin Rania Offe an. Gegen die hoch favorisierten Böhm/Siegle (Katzwang/Lauf) hatten sie zwar keine Chance, konnten aber ein nie gefährdetes 21:18 und 21:18 gegen Kundi/Schwaegerl (Neubiberg/Lohhof) einfahren. Auf der anderen Seite legten die Hädefelder Esther Huth und Miriam Schäffer im Spiel gegen Kundi/Schwaegerl noch einmal eine Schippe drauf und gewannen deutlich mit 21:10 und 21:9. Im direkten aufeinandertreffen der Hädefelder Mädchen kam es zu einem Schlagabtausch auf Augenhöhe. Zunächst gewannen Offe/Übelhör Satz Eins mit 21:18, mussten sich im Folgesatz jedoch mit 21:14 Huth/Schäffer geschlagen geben. Im Entscheidungssatz wurde es dann nochmal richtig eng und erst gegen Ende konnten sich Huth/Schäffer etwas absetzen und mit 21:18 den Sieg einfahren. Damit belegten Offe/Übelhör Platz Drei. Im Spiel um den Titel trafen Huth/Schäffer auf Böhm/Siegle. Mit gutem Blick für den Raum konnten die Marktheidenfelderinnen ihre Gegnerinnen im ersten Satz ein ums andere Mal ausspielen und den Satz mit 21:18 für sich entscheiden. Zum Entsetzen der Fans und Betreuer entglitt ihnen Satz Zwei jedoch vollständig 8:21. Nichts ging mehr. Umso größer war die Begeisterung auf der Tribüne, dass sie sich im Entscheidungssatz wieder ins Spiel verbissen und trotz Matchbällen gegen sich mit 23:21 den Sieg und damit den Titel im Doppel U13 einfahren konnten.

2. Badminton-Ranglistenturnier Südost in Augsburg

v. l. Jonas Braun und Joshua Redelbach

Auf dem 2. B-Ranglistenturnier Südost in Augsburg der Altersklasse U15 bis U19 sicherte sich Joshua Redelbach zusammen mit seinem Münchner Partner Jonas Braun souverän den Titel im Doppel U19. Daneben zeigte aber auch der Nachwuchs in U15 und U17 eine starke Leistung. Joshua Redelbach und Jonas Braun starteten mit Setzplatz Zwei gewohnt souverän in die Doppelkonkurrenz. Trotz Abiball am Freitag entzauberte der Hädefelder sowohl die Paarung Kervio/Latief (Eggenstein/Offenburg) mit 21:15 und 21:13 als auch Leonhard/Wulandoku (Rehau/Nürnberg) mit 21:11 und 21:12. Im Halbfinale standen sie Schnabel/Seibel (Nürnberg/Neuhausen-Nymphenburg) gegenüber, die am Bayerischen Leistungsstützpunkt in Nürnberg trainieren. Mit 21:14 entschieden Sie den ersten Satz recht deutlich für sich, strauchelten allerdings in Satz Zwei (18:21) und ließen sich völlig unnötig das Spiel aus der Hand nehmen. Im Entscheidungssatz spielten sie dann jedoch ihre ganze Routine aus und zogen mit 22:20 ins Finale ein. Hier trafen sie auf die hessische Paarung Dumler/Rügheimer (Dortelweil/Hofheim). Mit 21:6 dominierten sie Satz Eins. ließen trotz eines knappen 22:20 nichts anbrennen und platzierten sich ganz oben auf dem Podest. In der Altersklasse U17 traten im Doppel für Marktheidenfeld Nico Ferstl und Lukas Heilig sowie Samuel Unz mit seinem Unterdürrbacher Partner Achim Theisen an. Für Ferstl und Heilig war es eine Premiere sich erstmalig für ein B-Ranglistenturnier qualifiziert zu haben. Leider mussten sie gleich im ersten Spiel gegen die späteren Sieger Bihler/Luntz (Schorndorf/Dossenheim) antreten und spielten nach einem achtbaren 13:21 und 9:21 in der Folge um Platz Neun bis Zwölf. Samuel Unz und Achim Theissen zeigten zumindest im ersten Satz, welches Potential in ihnen steckt, als sie der gesetzten Paarung Köhler/Schnegelberger ein 23:25 abrangen. Nach verlorenem zweiten Satz trafen die zwei Hädefelder Paarungen direkt aufeinander. Mit 21:17 und 21:10 konnten sich Ferstl/Heilig durchsetzen und beendeten das Turnier nach einer knappen Niederlage gegen Müller/Schmid (Landshut) auf Platz Elf. Unz/Theissen gewannen ihre letzte Partie kampflos und belegten Platz 13. Nils Zelder als einziger Marktheidenfelder Vertreter in der Altersklasse U15 durfte ebenfalls zum ersten Mal auf dieser Turnierebene antreten. Mit seinem Ersatzpartner Moritz Discher (Hofheim) brachte er die an Vier gesetzte Paarung Reuther/Scholze (Bräunsdorf/Röhrsdorf) mächtig ins Schwitzen (12:21, 21:16, 17:21) und das, obwohl die beiden noch nie zusammengespielt hatten. Gegen Huttenloch/Most (Waghäusl/Gerlingen) siegten sie trotz einer kleinen Verschnaufpause in Satz Zwei deutlich (21:11, 21:23, 21:14), mussten sich anschließend gegen Labrenz/Thiel (Gittersee/Lörrach) etwas unglücklich in drei Sätzen geschlagen geben. Am Ende stand ein auf jeden Fall erfolgreicher elfter Premieren-Platz.

Badminton: Ranglistenturnier Rottendorf

Bild: hinten v.l. Lukas Otremba, Simon Hoh, Samuel Unz, Paul Knobeloch, Eva Winzenhöller, Nils Zelder; vorne v.l. Miriam Schäffer, Esther Huth, Felix Schrage

Sage und schreibe ein Dutzend Spieler undSpielerinnen vertraten die Farben des TV Marktheidenfeld auf dem E-Ranglistenturnier im nahen Rottendorf am letzten Wochenende. Mit Staunen konnten die mitgereisten Eltern und Betreuer fünf erste und zwei zweite Plätze bejubeln.

In der Altersklasse U13 erreichten die Turnierneulinge Maxi Jolie Böhm und Jens Du respektable Platzierungen und konnten mit ihrem ersten Auftritt mehr als zufrieden sein. Ben Heißner als alter Hase sicherte sich nach einer unglücklichen Erstrundenniederlage im Einzel noch Platz Fünf und wiederholte diese Platzierung im Doppel mit Julius Weißmann (Zellingen). Miriam Schäffer versuchte sich in dieser Altersklasse seit langem mal wieder im Einzel und spielte sich mit drei mehr als souveränen Siegen ins Finale. Hier zeigte sie der favorisierten Nürnbergerin Yian Gu, was eine Harke ist, und holte sich nach 15:14 und 15:6 den Titel.

Im Doppel spielte sie mit Esther Huth sogar eine Altersklasse höher (U15). Zusammen ließen sie sich zu keiner Zeit die Butter vom Brot nehmen und dominierten diese Konkurrenz. Nach 15:12, 14:15 und 15:6 gegen Jetschni/Wehner (Bad Königshofen) bedeutete das einen weiteren Titel für Marktheidenfeld.  Eva Winzenhöller beendete diese Konkurrenz mit ihrer Partnerin Anna-Lena Schaupp (Zellingen) auf dem unglücklichen vierten Platz. Esther Huth bewies ihre momentane Form im Einzel U15 mit einem ungefährdeten Finaleinzug. Hier traf sie auf Eva Winzenhöller, der durch einen überraschenden Erfolg über die an Eins gesetzte Anne Jetschni (Bad Königshofen) ebenfalls der Sprung ins Finale gelang. Im reinen Hädefelder Endspiel setzte sich Huth mit 15:10 und 15:11 durch. Im Doppel konnten auch Felix Schrage und Nils Zelder ein Ausrufezeichen setzen. Nach zwei langen, teilweise nervenaufreibenden Spielen über den Entscheidungssatz katapultierten sie sich ins Endspiel, das sie dann mit 15:11 und 15:13 deutlich gegen Hartmann/Jetschni (Unterdürrbach/Königshofen) für sich entscheiden konnten. Im Einzel zogen Schrage und Zelder, wie erhofft, ins Viertelfinale ein und belegten die Plätze Acht und Fünf.

Im Einzel der Altersklasse U17 versuchten sich mit Simon Hoh, Lukas Otremba und Paul Knobeloch gleich drei TVMler. Otremba und Hoh gelang der Sprung ins Viertelfinale, in welchem Hoh nur ganz knapp am späteren Sieger Patrick Gayr (Wolfstein) scheiterte, während Otremba ähnlich eng gegen Felix Hartmann (Unterdürrbach) zurückstecken musste (13:15, 13:15). Sie belegten am Ende den verdienten fünften und achten Platz. Paul Knobeloch fand dagegen nie richtig ins Spiel und verbuchte diese Konkurrenz als Erfahrungswert.  Im Doppel scheiterten Hoh/Otremba im Halbfinale an den Rottendorfern Fern/Sattler mit 11:15 und 12:15, holten sich aber am Ende souverän Platz Drei.

Samuel Unz tummelte sich alleine in der Altersklasse U19. In der Einzelkonkurrenz, in der er sich erst im Halbfinale dem späteren Gewinner Markus Klüpfel (Bad Königshofen) geschlagen geben musste, holte er durch ein begeisterndes 15:13, 12:15 und 15:8 über seinen Doppelpartner Achim Theisen (Unterdürrbach) den dritten Platz. Beide zeigten im Doppel, dass sie schon lange zusammenspielen, und sicherten sich mit 15:9 und 15:11 über Beck/Stivic (Veitshöchheim) bzw. mit 15:6 und 15:8 über Kotas/Kühling (Unterdürrbach) ganz locker den Titel.

Südostdeutsche Jugend- und Schüler-Mannschaftsmeisterschaft

Mannschaft: vorn v.l. Ilka Oechsner, Eva Winzenhöller, Laura Übelhör, hinten v.l. Samuel Unz, David Frenzel, Joshua Redelbach, Steffen Grün, Moritz Unz

Die Jugend- und die Schülermannschaft des TV Marktheidenfeld kämpfte am letzten Wochenende in eigener Halle um den Titel des Südostdeutschen Mannschaftsmeisters 2019. Es trafen in beiden Alterskategorien die sechs besten Mannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen aufeinander. Während die Schüler auf ein paar schöne Spiele hofften, hatte die Hädefelder Jugend schon gewisse Ambitionen. Die Schüler hatten am Samstag in ihren Gruppenspielen erwartungsgemäß wenig Möglichkeiten, ihren Gegnern Paroli zu bieten. So unterlagen sie dem Top-Team der Gruppe, dem ESV München, klar mit 1:7. Eindrucksvoll war hier jedoch der Sieg von Nico Ferstl und Lukas Heilig im 1. Doppel gegen Lovis/Moritz. In der zweiten Runde traf der TVM auf die SG Gittersee und hatte erneut mit 1:7 das Nachsehen. Hier konnte Lukas Heilig überraschend das 1. Herreneinzel für sich entscheiden. Mit zwei Niederlagen war das Turnier damit für die Schüler beendet. Die Jugend musste recht kurzfristig mit dem Ausfall von Lara Suffel, ihrer Top-Dame, eine Schwächung des Teams verkraften. In der ersten Runde trafen die Spieler und Spielerinnen rund um Mannschaftsführer Steffen Grün auf den Erzrivalen ESV Flügelrad Nürnberg. Dieses Spiel wurde als Schlüsselspiel der Gruppenphase ausgerufen. Das erste Herrendoppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach verlief weit unter den Erwartungen. Beide kamen nie richtig ins Spiel, Grün machte ungewöhnlich viele einfache Fehler und die Partie ging mit 21:23 und 18:21 verloren. Im Damendoppel füllten ganz junge Spielerinnen die Damenlücke. Eva Winzenhöller und Laura Übelhör, die gerade erst 12 Jahre alt ist, stellten sich ihren Gegnern Helmsauer/Schmidt. Joshua Redelbach meinte dazu: „Das Ergebnis von 7:21 und 8:21 ist zweitrangig, denn ohne die Beiden, hätten wir gar nicht antreten können!“ Ebenso deutlich ging das zweite Herrendoppel von David Frenzel und Samuel Unz verloren. Das erste Einzel von Steffen Grün gegen David Persin hatte seine Höhen und Tiefen. Nach 9:21 konnte Grün mit 21:11 zurückschlagen musste aber den Entscheidungssatz mit 17:21 abgeben. Damit stand es 0:4. Die Stimmung der Fans und Betreuer hatte einen Tiefstand erreicht. Der TVM ist jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaft breit aufgestellt. So dominierte Ilka Oechsner ihre Gegnerin Milena Schmidt mit 21:17 und 21:11. Joshua Redelbach hatten keinerlei Probleme mit Matthias Schnabel (21:16, 21:18) und auch Moritz Unz konnte Jens Näser klar schlagen (21:13, 21:8). Zwischenstand 3:4. Das entscheidende letzte Spiel das gemischte Doppel von Moritz Unz und Ilka Oechsner gegen Näser/Helmsauer ging zum Glück ebenfalls deutlich an den TVM. Unentschieden 4:4. Das Team beschloss gegen den SV Primisweiler aufs Ganze zu gehen und die Aufstellung völlig umzustellen, um sich trotz des Unentschiedens als Tabellenerster für die Halbfinale zu qualifizieren. So spielte Steffen Grün mit Moritz Unz erfolgreich das erste Doppel gegen die Brüder Dunstheimer (21:12, 21:9). Joshua Redelbach verstärkte das zweite Doppel und konnte zusammen mit David Frenzel Vonmetz/Sailer mit 27:25 und 21:15 ausschalten. Die erwartete Niederlage von Winzenhöller/Übelhör gegen die Geschwister Kronenberger führte zum 2:1. Überraschenderweise verlor im ersten Einzel Steffen Grün gegen Daniel Vonmetz in drei Sätzen, wobei Grün sich im Entscheidungssatz an der Schulter verletzte. Auch Ilka Oechsner musste in der Folge mit 21:23 und 16:21 gegen Alisa Sturm zurückstecken. Der Zwischenstand von 2:3 war so nicht erwartet worden. Mit Joshua Redelbach im zweiten Herrendoppel schlug dann jedoch der TVM-Sieggarant zurück und sorgte mit 21:9 und 21:8 gegen Peter Dunstheimer zum 3:3 Ausgleich. Samuel Unz ließ die Mannschaft zwar immer wieder hoffen, musste sich aber letztlich mit 18:21 und 15:21 gegen Lukas Renz geschlagen geben. In der entscheidenden Partie musste Moritz Unz mit Laura Übelhör gegen Dunstheimer/Sturm antreten. Ein Sieg musste her, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Routinier Unz wies das Küken der Mannschaft an, ihm in diesem Spiel auf dem Feld möglichst nicht im Weg herumzustehen. Doch wer hätte das gedacht, Laura Übelhör stand nicht nur nicht im Weg, sondern brillierte zum Entsetzen der Gegner sogar immer wieder mit erstaunlichen Schlägen. Nach 21:15, 16:21 und 21:17 chauffierte das Mixed die Mannschaft ins Halbfinale. Als Gruppenzweiter ging es am Sonntag gegen den Ersten der anderen Vorrunden-Gruppe, den BSV Eggenstein-Leopoldshafen, seines Zeichens Baden-Württemberger Mannschaftsmeister. Auch wenn es sich hier um einen schweren Brocken handelte, fühlte sich die Mannschaft noch lange nicht geschlagen. Mit der Leichtigkeit der Jugend prägte Laura Übelhör den Leitsatz: „Die packen wir doch!“. Zunächst spielten Joshua Redelbach und Moritz Unz das wichtige erste Doppel. 23:21 legten sie im ersten Satz gegen Schlenga/Alt vor und konnten trotz 15:21 im Zweiten mit 21:12 deutlich den ersten Punkt verbuchen. Durch die Niederlage des Damendoppels Übelhör/Winzenhöller gegen Linder/Kervio und des zweiten Herrendoppels Unz/Frenzel gegen Simon/Clement ging Eggenstein-Leopoldshafen mit 2:1 in Führung. Nachdem Ilka Oechsner im Einzel gegen Mathilde Kervio einen Matchball vergab und mit 21:15, 17:21 und 21:23 doch noch verlor, wurde es ganz eng. Steffen Grün brachte Fabian Schlenga im ersten Einzel komplett aus dem Konzept, da er verletzungsbedingt keine schnellen Bälle spielte. Dadurch holte er in drei Sätzen mit 19:21, 21:16 und 21:18 den Punkt zum 2:3. Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses mussten die letzten drei Spiele kommen. Erneut erkämpfte Joshua Redelbach gegen Mathis Alt im zweiten Einzel einen der Big Points zum 3:3. Moritz Unz hatte mit Clement Kervio wenig Probleme und erfüllte unter dem Jubel der Halle die notwendige Quote. Das Mixed von Steffen Grün und Ilka Oechsner musste dann für die Sensation sorgen. Mit 21:17 und 21:14 gegen Ditter/Linder war das Ganze dann allerdings weniger aufregend als gedacht. Mit einem 5:3-Sieg zogen die Hädefelder verdient ins Finale ein. Dort trafen Sie auf den Erzrivalen, den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Auf Damenseite war hier von vorneherein nichts zu holen, so dass der TVM das Damendoppel und Dameneinzel nahezu kampflos abgab. Auch das zweite Herrendoppel von Unz/Frenzel konnte erwartungsgemäß nicht punkten. Wer musste es richten? Joshua Redelbach und Moritz Unz. Beide holten in einem engen und harten Kampf das erste Herrendoppel gegen Seibel/Braun (12:21, 21:17, 22:20) und absolut dominant ihre jeweiligen Einzel gegen Manuel Hart bzw. Leander Gibson. Nachdem Steffen Grün das erste Einzel mit 17:21 und 18:21 abgab, wurde das Mixed nicht mehr gespielt, da Neuhausen-Nymphenburg auch bei einer Niederlage trotz 4:4 durch das bessere Satzverhältnis Meister geworden wäre. Der zweite Platz auf der Südostdeutschen Mannschaftsmeisterschaft krönte noch einmal die aktuelle Truppe, die seit Jahren beginnend als Schülermannschaft die Szene prägte. Durch das Herausfallen dreier wichtiger Spieler zur nächsten Saison geht diese goldene Ära zu Ende.

Deutsches Ranglistenturnier und E-Ranglistenturnier der Jugend

Am letzten Wochenende zeigte die Top-Jugend des TV Marktheidenfeld auf dem Deutschen Ranglistenturnier in Geretsried, dass sie problemlos ganz vorne mitspielen kann. So holte sich Joshua Redelbach mit seinem Partner Jonas Braun Platz 1 im Doppel der Altersklasse U19. Lara Suffel trat zusammen mit ihrer Unterdürrbacher Partnerin Sabine Hartmann im Doppel der Altersklasse U19 an. Zunächst rangen sie Scheele/Schobel (Dieburg/Unterdürrbach) nieder, um dann nach der Niederlage gegen Beecken/Zabinski (Gifhorn/Trittau) Platz Fünf zu belegen. Im Mixed traten die TVMler Lara Suffel und Joshua Redelbach gemeinsam an. Gegen die Refrather Kausemann/Molodet taten sie sich sich etwas schwer, siegten aber mit 21:19, 16:21 und 21:14. Im Viertelfinale bekamen Sie es dann mit Persin/Weigert (Nürnberg/Neuhausen-Nymphenburg) zu tun. In einem engen Match auf Augenhöhe mussten sie sich nach 19:21 und 21:23 ganz knapp geschlagen geben und endeten auf Rang Fünf. Im Einzel zeigte Joshua Redelbach dann, dass er eigentlich jeden zu jeder Zeit schlagen kann. So deklassierte er in der ersten Runde Erik Bohnsack (Wittdorf) und zeigte anschließend auch seinem Doppelpartner Jonas Braun (Neuhausen-Nymphenburg), was eine Harke ist (21:14, 12:21, 21:19). Im folgenden Viertelfinale gegen den Top-Favoriten David Persin (Nürnberg) demonstrierte er im ersten Satz sein ganzes Potential und gewann mit 21:18. Leider konnte er sein Niveau nicht halten und ließ seinen Gegner mehr und mehr das Spiel kontrollieren. Trotz einer Niederlage im Entscheidungssatz feierte er letztlich Platz Fünf. Joshua Redelbach und Jonas Braun kann man mit Fug und Recht als eines der deutschen Spitzendoppel in Ihrer Altersklasse herausheben und diese Krönung bestätigten sie auch in Geretsried. So dominierten sie die Brüder Fösten (Harkenbleck) mit 21:10 und 21:18, ließen sich auch von der Paarung Kausemann/Peters (Bischmisheim/Hofheim) nicht stoppen und hatten auch im Halbfinale mit Schmalstieg/Schmitz (Willich/Refrath) keine Probleme (21:18, 21:16). Im Finale wartete das starke hessische Doppel Dumler/Rügheimer (Dortelweil/Hofheim). Redelbach/Braun begannen stark und sicherten sich den ersten Satz mit 21:15. Was stark beginnt, kann erfahrungsgemäß auch stark nachlassen und so lief im zweiten Satz nicht mehr viel zusammen (11:21). Wenn Redelbach/Braun jedoch für etwas bekannt sind, dann für ihre Nervenstärke. Im Entscheidungssatz gelang es ihnen den Gegner wieder ihr Spiel aufzuzwingen und sicherten sich so nach 21:18 den Titel.

Zeitgleich zu Geretsried spielte der TVM-Nachwuchs in Burgkunstadt auf einem E-Ranglistenturnier und katapultierte Nils Zelder mit Siegen im Einzel und Mixed aus der Menge heraus. In der Altersklasse U17 ging Simon Hoh in der Einzelkonkurrenz ins Rennen. Er startete ganz stark mit einem deutlichen 21:11 und 21:17 über Konstantin Reichel (Marktredwitz). Im Halbfinale gegen den Rottendorfer Sebastian Fern kam er im zweiten Satz etwas ins Straucheln sicherte sich jedoch mit 21:10, 13:21 und 21:17 klar den Einzug ins Finale. Hier unterlag er zwar dem Favoriten David Franke (Bamberg), freute sich aber wie ein Schneekönig über Platz Zwei. Mit Laura Übelhör und Nils Zelder fanden sich zwei Hädefelder in der Altersklasse U15. Laura trat nur im Einzel an und musste feststellen, dass es nicht ihr Tag war. Wenn es nicht läuft, läuft es nicht…und so verlor sie ihre drei Partien. Im Gegensatz dazu war es Nils Zelders Wochenende. Im gemischten Doppel trat er mit Rania Offe (Ochsenfurt) an und deklassierte sowohl Stahl/Berger (Bayreuth/Burgkunstadt) als auch De Bruyn/Wehner (Bad Königshofen) klar. Selbst Berger/Caruso (Burgkunstadt) konnten die beiden nicht vom Titelgewinn abhalten. Auch im Einzel ließ Nils Zelder nichts anbrennen. In der ersten Runde dominierte er Luca Dinkel (Burgkunstadt) mit 21:12 und 21:10 und danach Korbinian Kauber (Burgkunstadt) mit 21:12 und 21:12. Im Finale traf er auf den an Eins gesetzten Alexandru Turcanu (Bad Kissingen), der sich gerade einmal in Satz Eins gegen den anstürmenden Zelder etwas wehren konnte (23:21), in Satz Zwei jedoch chancenlos die Überlegenheit des Hädefelders anerkennen musste (21:9). Damit ging auch der Einzeltitel an Nils Zelder.

Bayrische Meisterschaft der Senioren in Immenstadt

„Als Badmintonspieler darf man nicht alle Turniere den jungen Wilden überlassen“, kommentierte Abteilungsleiter Karl Fuchs den Ausflug von vier Aktiven des TV Marktheidenfeld zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der Senioren nach Immenstadt/Allgäu.

Karl Fuchs selbst startete in der Altersklasse O65. In der Einzelkonkurrenz gegen Herbert Wedekind benötigte er zunächst einen Satz, um ins Spiel zu kommen, dominierte seinen Gegner im Anschluss jedoch deutlich (23:25, 21:10, 21:15). Im Halbfinale traf er auf den an Eins gesetzten Top-Favoriten Siegfried Pietsch. Diesen hatte er zu Beginn gut im Griff und beim Stand von 20:17 sah er auch schon wie der klare Satzgewinner aus. Zum Leidwesen der übrigen Hädefelder ließ sich der alte Fuchs diesen klaren Satzgewinn doch noch abluchsen (23:25) und konnte auch im zweiten Satz nicht sein ganzes Potential abrufen (18:21). Damit beendete er diese Konkurrenz auf Platz Drei. Im Doppel musste Fuchs aufgrund seines „jungen“ Partners Alfons Bachhuber (Landshut) in der Altersklasse O60 antreten. Trotz hoher Abstimmungsmängel in ihrem ersten gemeinsamen Turnier belegten Sie am Ende den Bronze-Rang.

In der Altersklasse O45 tummelten sich mit Andrea Heilig, Carsten Schrage und Sven Huth, gleich drei Marktheidenfelder. Marion Grün musste ganz kurzfristig krankheitsbedingt ihre Teilnahme absagen, weswegen Andrea Heilig im Doppel mit der Rosenheimerin Susanne Breitreiner antrat. Ohne auf größeren Widerstand zu stoßen, sicherte sich Heilig im Finale gegen Michel/Rong mit 21:10 und 21:10 den Titel im Doppel der AK O45.

Das routinierte Hädefelder Mixed, bestehend aus Andrea Heilig und Carsten Schrage, bescherten den Zuschauern ein fulminantes erstes Spiel gegen die Immenstädter Lokal-Matadoren Bittner/Prestele. Zunächst sicherten sie sich Satz Eins locker mit 21:10, verloren dann jedoch den Faden und mussten den zweiten Satz mit 17:21 abgeben. Im Entscheidungssatz schwankte die Partie zwischen Bangen und Hoffen. Nur aufgrund ihrer langjährigen Routine verdankten die Zwei einen glücklichen und wichtigen 22:20 Erfolg. Nach der erwarteten Niederlage gegen Zepmeisel/Breitrainer freuten sich Schrage/Heilig über Silber.

Im Doppel traten Carsten Schrage und Sven Huth gemeinsam an. Ohne viel Gloria verloren sie gleich in der ersten Runde gegen Merk/Steinle und waren raus. „Wenn es nicht läuft, läuft es nicht“, meinte Schrage lakonisch nach dem Spiel.

Besser verkauften sich Schrage und Huth in der Einzelkonkurrenz O45. So spielte sich Huth mit einem 21:17, 17:21 und 21:14 über den Laufer Rainer Stötzer trotz eines Schluckaufs im zweiten Satz ins Halbfinale. Hier sah er gegen den hohen Favoriten Andreas Hirschmann kein Land (8:21, 7:21), war jedoch mit dem dritten Platz mehr als zufrieden. Auf der anderen Seite schaffte auch Carsten Schrage den Sprung ins Halbfinale. Im ersten Satz dominierte er seinen Gegner Markus Steinle nach Belieben (21:16) und die Hoffnung auf eine Finalteilnahme wurde wach. Im weiteren Verlauf der Partie kam sein Gegner jedoch immer besser ins Spiel und konterte Schrage zunehmend. Nach 14:21 und 17:21 blieb dem Hädefelder daher nur der dritte Platz. Hier wäre mehr drin gewesen.

2. Bundesliga Süd, TSV Neuhausen-Nymphenburg – TV Marktheidenfeld 7:0

Als klarer Außenseiter war die erste Mannschaft des TV Marktheidenfeld auf Tabellenplatz vier stehend am vergangenen Wochenende nach München zum Spitzenreiter Neuhausen Nymphenburg gereist. Die Münchner Mannschaft steht bislang klar an der Spitze der zweiten Bundesliga Süd und weist in allen Begegnungen der Saison eine makellose Bilanz ohne Niederlage auf. Dies sollte auch im Sonntagsspiel so bleiben. Das TVM-Team unterlag mit 0:7.

Die Unterfranken hatten sich vorgenommen, mutig und ohne Druck aufzuspielen. Das Team startete dann auch durchaus vielversprechend in die Doppelbegegnungen. Während das Damendoppel Brid Stepper und Jule Keil den ersten Satz mit 11:8 für den TVM gewann, ging im parallel stattfindenden Herrendoppel der erste Satz für Tim Specht und Matthias Pröstler nur knapp mit 9:11 verloren. Specht und Pröstler sicherten sich anschließend sogar den zweiten Satz in der Verlängerung mit 15:13. Leider konnten sie diese Leistung nicht halten und mussten die folgenden Sätze mit 8:11 und 6:11 abgeben. Auch Stepper und Keil konnten nicht mehr an den ersten Satz anknüpfen und verloren ihr Spiel mit 8:11, 5:11 und 7:11 in den Sätzen zwei bis vier. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im zweiten Herrendoppel: Nach einem hoffnungsvollen Beginn im ersten Satz, der für Christopher Ames und Fabian Hippold erst in der Verlängerung knapp mit 11:13 verloren ging, gingen die Folgesätze klar an die Münchner. Damit stand es vor den Einzelbegegnungen bereits 0:3.

Tim Specht konnte auch hier im ersten Herreneinzel den ersten Satz noch offen gestalten und unterlag wiederum erst in der Verlängerung mit 11:13. Satz zwei fiel dann mit 5:11 deutlicher aus, im dritten Satz wurde es noch einmal spannend. Allerdings ging dieser dann letztlich wiederum in der Verlängerung an die Münchner. Nachdem Brid Stepper das Dameneinzel verloren hatte, kämpfte sich Christopher Ames im dritten Satz des zweiten Herreneinzels nochmals heran, aber auch hier reichte es in der Verlängerung hauchdünn nicht für einen Satzgewinn und das Spiel ging mit 6:11, 5:11 und 14:15 verloren. Die Hoffnung auf den Ehrenpunkt lagen nun beim Gemischten Doppel Matthias Pröstler und Jule Keil. Beide machten es spannend. Die Satzgewinne wanderten hin und her, erst der fünfte Satz brachte die Entscheidung. Mit 10:12, 11:7, 8:11, 11:9 und 6:11 ging letztlich auch dieses Spiel verloren.

„Das Ergebnis von 0:7 ist natürlich hart, denn es bestand heute durchaus die eine oder andere Chance. Im Endeffekt konnten wir diese dann aber doch nicht verwirklichen. Wir konzentrieren uns nun voll auf die nächsten Begegnungen gegen den Tabellendritten Schorndorf und den Tabellenzweiten Bischmisheim. In beiden Partien möchten wir auf jeden Fall wieder Punkte holen“, so das Resümee von Mannschaftsführer Tim Specht. Trotz dieser deutlichen Niederlage bleiben die Unterfranken jedoch auf Tabellenplatz vier.

Bayrische Mannschaftsmeisterschaft: TVM Untestreicht seine gute Nachwuchsarbeit

Bereits das dritte Jahr in Folge konnte sich der TV Marktheidenfeld sowohl mit seiner Schüler- als auch mit der Jugendmannschaft für die Bayerische Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren. Damit kann der Verein seine hervorragende Jugendarbeit deutlich unterstreichen. Das Turnier fand in der heimischen Hans-Wilhelm-Renkhoff-Halle statt und hatte für die Jugendmannschaft zum Ziel mit Platz Zwei die direkte Qualifikation für die Südostdeutsche Meisterschaft im April zu erreichen.

Die Schüler hatten am Samstag ihr erstes Gruppenspiel gegen den vermeintlich leichteren Gegner die Spielgemeinschaft Zirndorf/Niederndorf. Hier musste ein Sieg her. Das erste Doppel von Lukas Heilig und Nico Ferstl ließ gegen Schramm/Geyer auch nichts anbrennen und vollstreckte mit 21:12 und 21:6. Ebenso sicher dominierten Esther Huth und Miriam Schäffer die Paarung Persin/Jin mit 21:17 und 21:17, während Nils Zelder und Jan Liebler gegen Jin/Maschauer Federn lassen mussten (16:21, 10:21). Mit 2:1 Vorsprung ging es zu den Einzeln. Hier holten Lukas Heilig, Nico Ferstl und Anna-Sophia Stephan die fehlenden drei Punkte zum Sieg. Nach einer knappen Niederlage von Nils Zelder gegen Samuel Maschauer, rundete das Mixed bestehend aus Jan Liebler und Anna-Sophia Stephan den Endstand auf 6:2 ab. Das zweite Spiel gegen den Turnierfavoriten TV Augsburg war für ein Weiterkommen ins Halbfinale nicht entscheidend. Mit einem 2:6 endete die Partie erwartungsgemäß, wobei Anna-Sophia Stephan sowohl im Einzel gegen Fabia Wunderwald als auch im Mixed mit Nico Ferstl gegen Kleinle/Weidmann mit starken Siegen die Stimmung im Team hochhielt.

Mit Erreichen das Halbfinales hatten sich die gesetzten Ziele der Schüler bereits erfüllt. Sowohl das Spiel gegen den ESV München als auch die Partie um Platz Drei gegen den TSV Neubiberg-Ottobrunn mussten sie chancenlos mit 2:6 abgeben.  

Die Ansprüche der Jugendmannschaft waren ungleich höher, mindestens Platz Zwei war angestrebt. Im ersten Gruppenspiel gegen den Post SV Landshut dominierte das Team um Mannschaftsführer Steffen Grün seinen Gegner deutlich und musste nur das zweite Herrendoppel und das Damendoppel abgeben (6:2). In der zweiten Begegnung trafen die Hädefelder auf den ESV Nürnberg, die Mannschaft die auf Platz Zwei gesetzt war. Dies sollte das Schlüsselspiel des Turnierwochenendes sein, denn der Verlierer dieser Partie würde als Gruppenzweiter im Halbfinale auf die Topfavoriten des TSV Neuhausen-Nymphenburg treffen. Ein Einzug ins Finale gegen diese Mannschaft sollte eher unwahrscheinlich sein. Eine entsprechend angespannte Atmosphäre begleitete daher dieses Spiel. Das zweite Herrendoppel von Samuel Unz und David Frenzel ging erwartungsgemäß an Nürnberg, während der sicher geglaubte Punkt von Lara Suffel und Ilka Oechsner erst im Entscheidungssatz geholt wurde (18:21, 21:12, 21:14). Ein Knackpunkt war das erste Doppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach gegen Persin/Maurer, beide am Leistungsstützpunkt in Nürnberg. Mit 18:21 ging der erste Satz verloren, das Hädefelder Doppel kam aber gegen Satzende immer besser ins Spiel. „Vor allem die Sicherheit und ausgefuchsten Bälle von Joshua haben die Gegner fertig gemacht“, kommentierte Steffen Grün die überragende Leistung seines Doppelpartners. So holten Sie Satz Zwei mit 21:18 und hatten im Entscheidungssatz nur noch wenig Mühe (21:16). Damit stand es 2:1 für den TVM nach den Doppeln. Das Einzel von Steffen Grün gegen David Persin war ebenfalls ein Spiel auf Messers Schneide. Nach 15:21 kämpfte er sich mit 21:10 zurück, um im dritten Satz bei 11:18 noch auf 18:18 heranzukommen. Ein vergebener „Elfmeter“ bei diesem Spielstand führte letztlich zu einem 19:21. Auch Joshua Redelbach erkämpfte sich einen dritten Satz gegen Kilian Maurer, der sogar in die Jugendnationalmannschaft berufen wurde.  Nach 13:21, 21:15 und 13:21 stand es somit 2:3. Gut jedoch, wenn man eine Mannschaft mit einer starken Basis hat. So holte sich Lara Suffel trotz eines Schluckaufs im zweiten Satz den Sieg gegen Milena Schmidt und Moritz Unz machte kurzen Prozess mit Jens Näser (21:13, 21:15). Wie im Rausch ging es dann weiter für den jungen Hädefelder. Zusammen mit Ilka Oechsner holte er im Mixed gegen Näser/Helmsauer den wichtigen Punkt zum 5:3-Endstand.

Im Halbfinale am Sonntag traf man damit auf den „einfachen“ Gruppenzweiten aus Gruppe A, den Post SV Augsburg. Fünf schnelle Siege erlaubten es den Marktheidenfeldern die Partie beim 5:1 abzubrechen. Nach Erreichen der Siegpunktzahl galt es die Kräfte für das Finale zu schonen. Hier traf der TVM, wie erwartet, auf den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Mit den Weigert-Schwestern auf Münchner Seite, war mit den Punkten im Dameneinzel, -doppel und Mixed leider nicht zu rechnen. Diese Prophezeiung erfüllte sich auch. Das Zünglein an der Waage sollte wieder das erste Doppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach sein. Beide kamen weniger gut ins Spiel und verloren nach vielen einfachen Fehlern Satz Eins etwas unglücklich mit 20:22, kämpften sich dann jedoch unter dem Toben der Fans mit 21:14 zurück in die Partie. Anschließend fing der Entscheidungssatz jedoch schlecht an, schnell lagen beide mit 1:8 zurück. Einen Rückstand, den sie leider nicht mehr aufholen sollten (14:21). Nachdem auch Unz/Frenzel knapp unterlagen, rundete der Einzelerfolg von Steffen Grün gegen Justin Seibel und von Moritz Unz gegen Theodor Groß-Blotekamp das Endergebnis zwar noch ab, Neuhausen beendete die Partie mit Erreichen des 5:2 jedoch vorzeitig. Ein Ausspielen der Partie von Joshua Redelbach gegen Manuel Hart hätte zwar ein sicheres 5:3 zur Folge gehabt, den Sieg der Münchner jedoch nicht mehr verhindert.

Beide Mannschaften gemischt (von links): Samuel Unz, Steffen Grün, Eva Winzenhöller, Joshua Redelbach, Miriam Schäffer, Lara Suffel, Moritz Unz, Anna-Sophia Stephan, Ester Huth, Jan Liebler, Nils Zelder, Laura Übelhör, Nico Fertsl, Lukas Heilig, David Frenzel, Trainer Carsten Schrage

TVM-Spieler auf einem guten Weg

TVM-Spieler auf einem guten Weg Trotz verpasster Medaille bei den Deutschen Meisterschaften zieht Badminton Abteilungsleiter Karl Fuchs ein positives Fazit.

Bei den 67. Deutschen Badminton Meisterschaften in Bielefeld gingen insgesamt sechs Marktheidenfelder ins Rennen. Im Vergleich mit der nationalen Spitze, angeführt von aktiven und ehemaligen Nationalspielern, hatte lediglich Brid Stepper im Dameneinzel eine realistische Chance auf eine Spitzenplatzierung. Nach einem fünften Platz im vergangenen Jahr sollte diesmal die erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften der Aktiven folgen. Doch im Viertelfinale gegen Katharina Altenbeck vom 1. BV Mülheim konnte die 22-Jährige ihre starken Leistungen der vergangenen Monate nicht abrufen. Nach ihrer knappen 13:21, 21:14 und 16:21-Niederlage musste Stepper erneut mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen. „Nach dem zweiten Satz sah es eigentlich richtig gut aus. Wir haben alle mit Brid mitgefiebert und können ihre Enttäuschung natürlich nachvollziehen. Trotzdem kann sie stolz auf ihre Entwicklung sein und wir sind sicher, dass sie sich weiter in der deutschen Spitze etabliert und auch für den TVM noch tolle Spiele zeigen wird.“, ist sich Badminton Abteilungsleiter Karl Fuchs sicher.

Insgesamt sieht er die Entwicklung seiner Athleten sehr positiv: „Vor ein paar Jahren war es noch die Ausnahme, wenn sich mal einer unserer Spieler für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hat. Dass wir hier mit sechs Spielern antreten und Brid nur haarscharf eine Medaille verpasst hat, ist für einen kleinen Verein wie uns trotzdem ein riesiger Erfolg“, erklärte Fuchs.

Specht und Fuchs ohne Losglück

Auch TVM-Mannschaftsführer Tim Specht ging in Bielefeld mit einem Setzplatz an den Start. Der Einzelspezialist wurde auf Position 9/16 eingestuft und bestätigte diesen Setzplatz mit seinem Einzug ins Achtelfinale. Dort traf er auf Nationalspieler Lars Schänzler, der sich beim 18:21 und 12:21 als zu starker Gegner erwies. „Das Erreichen des Achtelfinals war eine starke Leistung. Mit ein bisschen mehr Glück bei der Auslosung hätte es für Tim auch noch eine Runde weitergehen können“, vermutete Karl Fuchs.

Auch der Lengfurter Michael Fuchs, der bei den Deutschen Meisterschaften mit seinem ehemaligen Doppelpartner Johannes Schöttler ein Kurz-Comeback gab, hatte sich eine bessere Auslosung erhofft. Schon im Viertelfinale trafen die ehemaligen Nationalspieler auf Marvin Seidel und Max Weißkirchen. Gegen die späteren Titelträger unterlagen Fuchs und Schöttler im Entscheidungssatz knapp mit 18:21. „Man hat gesehen, dass die Beiden noch einmal Spaß am Spielen hatten und das war ihnen auch am Wichtigsten. Mit einer anderen Auslosung, hätten sie vielleicht um die Medaillen mitgespielt, aber das kann man sich nunmal nicht aussuchen“, erklärte Vater Karl Fuchs.

Youngster schnuppert DM-Luft

Über seinen ersten Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven freute sich TVM-Nachwuchshoffnung Joshua Redelbach. Der 17-Jährige Marktheidenfelder ging mit seinem Doppelpartner Jonas Braun vom TSV Neuhausen-Nymphenburg an den Start. Gegen Lin-Yu Oei und Saruul Shafiq vom SV Berliner Brauereien spielten die Youngster befreit auf und sorgten beinahe für eine kleine Sensation. Mit 17:21, 21:17 und 19:21 gelang ihnen um ein Haar der Sprung in die zweite Runde. „Schade, dass es dann ganz knapp nicht gereicht hat mit der zweiten Runde aber war hier auf jeden Fall eine gute Erfahrung“, resümierte Redelbach nach dem Spiel. Abteilungsleiter Karl Fuchs verspricht viel von dem 17-Jährigen: „Joshua ist auf einem sehr guten Weg. Wenn er diesen Weg weitergeht, wird er uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten“, ist Fuchs angesichts der positiven Entwicklung des Jugendspielers überzeugt.