Südostdeutsche Jugend- und Schüler-Mannschaftsmeisterschaft

Mannschaft: vorn v.l. Ilka Oechsner, Eva Winzenhöller, Laura Übelhör, hinten v.l. Samuel Unz, David Frenzel, Joshua Redelbach, Steffen Grün, Moritz Unz

Die Jugend- und die Schülermannschaft des TV Marktheidenfeld kämpfte am letzten Wochenende in eigener Halle um den Titel des Südostdeutschen Mannschaftsmeisters 2019. Es trafen in beiden Alterskategorien die sechs besten Mannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen aufeinander. Während die Schüler auf ein paar schöne Spiele hofften, hatte die Hädefelder Jugend schon gewisse Ambitionen. Die Schüler hatten am Samstag in ihren Gruppenspielen erwartungsgemäß wenig Möglichkeiten, ihren Gegnern Paroli zu bieten. So unterlagen sie dem Top-Team der Gruppe, dem ESV München, klar mit 1:7. Eindrucksvoll war hier jedoch der Sieg von Nico Ferstl und Lukas Heilig im 1. Doppel gegen Lovis/Moritz. In der zweiten Runde traf der TVM auf die SG Gittersee und hatte erneut mit 1:7 das Nachsehen. Hier konnte Lukas Heilig überraschend das 1. Herreneinzel für sich entscheiden. Mit zwei Niederlagen war das Turnier damit für die Schüler beendet. Die Jugend musste recht kurzfristig mit dem Ausfall von Lara Suffel, ihrer Top-Dame, eine Schwächung des Teams verkraften. In der ersten Runde trafen die Spieler und Spielerinnen rund um Mannschaftsführer Steffen Grün auf den Erzrivalen ESV Flügelrad Nürnberg. Dieses Spiel wurde als Schlüsselspiel der Gruppenphase ausgerufen. Das erste Herrendoppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach verlief weit unter den Erwartungen. Beide kamen nie richtig ins Spiel, Grün machte ungewöhnlich viele einfache Fehler und die Partie ging mit 21:23 und 18:21 verloren. Im Damendoppel füllten ganz junge Spielerinnen die Damenlücke. Eva Winzenhöller und Laura Übelhör, die gerade erst 12 Jahre alt ist, stellten sich ihren Gegnern Helmsauer/Schmidt. Joshua Redelbach meinte dazu: „Das Ergebnis von 7:21 und 8:21 ist zweitrangig, denn ohne die Beiden, hätten wir gar nicht antreten können!“ Ebenso deutlich ging das zweite Herrendoppel von David Frenzel und Samuel Unz verloren. Das erste Einzel von Steffen Grün gegen David Persin hatte seine Höhen und Tiefen. Nach 9:21 konnte Grün mit 21:11 zurückschlagen musste aber den Entscheidungssatz mit 17:21 abgeben. Damit stand es 0:4. Die Stimmung der Fans und Betreuer hatte einen Tiefstand erreicht. Der TVM ist jedoch im Gegensatz zu vielen anderen Mannschaft breit aufgestellt. So dominierte Ilka Oechsner ihre Gegnerin Milena Schmidt mit 21:17 und 21:11. Joshua Redelbach hatten keinerlei Probleme mit Matthias Schnabel (21:16, 21:18) und auch Moritz Unz konnte Jens Näser klar schlagen (21:13, 21:8). Zwischenstand 3:4. Das entscheidende letzte Spiel das gemischte Doppel von Moritz Unz und Ilka Oechsner gegen Näser/Helmsauer ging zum Glück ebenfalls deutlich an den TVM. Unentschieden 4:4. Das Team beschloss gegen den SV Primisweiler aufs Ganze zu gehen und die Aufstellung völlig umzustellen, um sich trotz des Unentschiedens als Tabellenerster für die Halbfinale zu qualifizieren. So spielte Steffen Grün mit Moritz Unz erfolgreich das erste Doppel gegen die Brüder Dunstheimer (21:12, 21:9). Joshua Redelbach verstärkte das zweite Doppel und konnte zusammen mit David Frenzel Vonmetz/Sailer mit 27:25 und 21:15 ausschalten. Die erwartete Niederlage von Winzenhöller/Übelhör gegen die Geschwister Kronenberger führte zum 2:1. Überraschenderweise verlor im ersten Einzel Steffen Grün gegen Daniel Vonmetz in drei Sätzen, wobei Grün sich im Entscheidungssatz an der Schulter verletzte. Auch Ilka Oechsner musste in der Folge mit 21:23 und 16:21 gegen Alisa Sturm zurückstecken. Der Zwischenstand von 2:3 war so nicht erwartet worden. Mit Joshua Redelbach im zweiten Herrendoppel schlug dann jedoch der TVM-Sieggarant zurück und sorgte mit 21:9 und 21:8 gegen Peter Dunstheimer zum 3:3 Ausgleich. Samuel Unz ließ die Mannschaft zwar immer wieder hoffen, musste sich aber letztlich mit 18:21 und 15:21 gegen Lukas Renz geschlagen geben. In der entscheidenden Partie musste Moritz Unz mit Laura Übelhör gegen Dunstheimer/Sturm antreten. Ein Sieg musste her, um zumindest ein Unentschieden zu erreichen. Routinier Unz wies das Küken der Mannschaft an, ihm in diesem Spiel auf dem Feld möglichst nicht im Weg herumzustehen. Doch wer hätte das gedacht, Laura Übelhör stand nicht nur nicht im Weg, sondern brillierte zum Entsetzen der Gegner sogar immer wieder mit erstaunlichen Schlägen. Nach 21:15, 16:21 und 21:17 chauffierte das Mixed die Mannschaft ins Halbfinale. Als Gruppenzweiter ging es am Sonntag gegen den Ersten der anderen Vorrunden-Gruppe, den BSV Eggenstein-Leopoldshafen, seines Zeichens Baden-Württemberger Mannschaftsmeister. Auch wenn es sich hier um einen schweren Brocken handelte, fühlte sich die Mannschaft noch lange nicht geschlagen. Mit der Leichtigkeit der Jugend prägte Laura Übelhör den Leitsatz: „Die packen wir doch!“. Zunächst spielten Joshua Redelbach und Moritz Unz das wichtige erste Doppel. 23:21 legten sie im ersten Satz gegen Schlenga/Alt vor und konnten trotz 15:21 im Zweiten mit 21:12 deutlich den ersten Punkt verbuchen. Durch die Niederlage des Damendoppels Übelhör/Winzenhöller gegen Linder/Kervio und des zweiten Herrendoppels Unz/Frenzel gegen Simon/Clement ging Eggenstein-Leopoldshafen mit 2:1 in Führung. Nachdem Ilka Oechsner im Einzel gegen Mathilde Kervio einen Matchball vergab und mit 21:15, 17:21 und 21:23 doch noch verlor, wurde es ganz eng. Steffen Grün brachte Fabian Schlenga im ersten Einzel komplett aus dem Konzept, da er verletzungsbedingt keine schnellen Bälle spielte. Dadurch holte er in drei Sätzen mit 19:21, 21:16 und 21:18 den Punkt zum 2:3. Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses mussten die letzten drei Spiele kommen. Erneut erkämpfte Joshua Redelbach gegen Mathis Alt im zweiten Einzel einen der Big Points zum 3:3. Moritz Unz hatte mit Clement Kervio wenig Probleme und erfüllte unter dem Jubel der Halle die notwendige Quote. Das Mixed von Steffen Grün und Ilka Oechsner musste dann für die Sensation sorgen. Mit 21:17 und 21:14 gegen Ditter/Linder war das Ganze dann allerdings weniger aufregend als gedacht. Mit einem 5:3-Sieg zogen die Hädefelder verdient ins Finale ein. Dort trafen Sie auf den Erzrivalen, den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Auf Damenseite war hier von vorneherein nichts zu holen, so dass der TVM das Damendoppel und Dameneinzel nahezu kampflos abgab. Auch das zweite Herrendoppel von Unz/Frenzel konnte erwartungsgemäß nicht punkten. Wer musste es richten? Joshua Redelbach und Moritz Unz. Beide holten in einem engen und harten Kampf das erste Herrendoppel gegen Seibel/Braun (12:21, 21:17, 22:20) und absolut dominant ihre jeweiligen Einzel gegen Manuel Hart bzw. Leander Gibson. Nachdem Steffen Grün das erste Einzel mit 17:21 und 18:21 abgab, wurde das Mixed nicht mehr gespielt, da Neuhausen-Nymphenburg auch bei einer Niederlage trotz 4:4 durch das bessere Satzverhältnis Meister geworden wäre. Der zweite Platz auf der Südostdeutschen Mannschaftsmeisterschaft krönte noch einmal die aktuelle Truppe, die seit Jahren beginnend als Schülermannschaft die Szene prägte. Durch das Herausfallen dreier wichtiger Spieler zur nächsten Saison geht diese goldene Ära zu Ende.

Deutsches Ranglistenturnier und E-Ranglistenturnier der Jugend

Am letzten Wochenende zeigte die Top-Jugend des TV Marktheidenfeld auf dem Deutschen Ranglistenturnier in Geretsried, dass sie problemlos ganz vorne mitspielen kann. So holte sich Joshua Redelbach mit seinem Partner Jonas Braun Platz 1 im Doppel der Altersklasse U19. Lara Suffel trat zusammen mit ihrer Unterdürrbacher Partnerin Sabine Hartmann im Doppel der Altersklasse U19 an. Zunächst rangen sie Scheele/Schobel (Dieburg/Unterdürrbach) nieder, um dann nach der Niederlage gegen Beecken/Zabinski (Gifhorn/Trittau) Platz Fünf zu belegen. Im Mixed traten die TVMler Lara Suffel und Joshua Redelbach gemeinsam an. Gegen die Refrather Kausemann/Molodet taten sie sich sich etwas schwer, siegten aber mit 21:19, 16:21 und 21:14. Im Viertelfinale bekamen Sie es dann mit Persin/Weigert (Nürnberg/Neuhausen-Nymphenburg) zu tun. In einem engen Match auf Augenhöhe mussten sie sich nach 19:21 und 21:23 ganz knapp geschlagen geben und endeten auf Rang Fünf. Im Einzel zeigte Joshua Redelbach dann, dass er eigentlich jeden zu jeder Zeit schlagen kann. So deklassierte er in der ersten Runde Erik Bohnsack (Wittdorf) und zeigte anschließend auch seinem Doppelpartner Jonas Braun (Neuhausen-Nymphenburg), was eine Harke ist (21:14, 12:21, 21:19). Im folgenden Viertelfinale gegen den Top-Favoriten David Persin (Nürnberg) demonstrierte er im ersten Satz sein ganzes Potential und gewann mit 21:18. Leider konnte er sein Niveau nicht halten und ließ seinen Gegner mehr und mehr das Spiel kontrollieren. Trotz einer Niederlage im Entscheidungssatz feierte er letztlich Platz Fünf. Joshua Redelbach und Jonas Braun kann man mit Fug und Recht als eines der deutschen Spitzendoppel in Ihrer Altersklasse herausheben und diese Krönung bestätigten sie auch in Geretsried. So dominierten sie die Brüder Fösten (Harkenbleck) mit 21:10 und 21:18, ließen sich auch von der Paarung Kausemann/Peters (Bischmisheim/Hofheim) nicht stoppen und hatten auch im Halbfinale mit Schmalstieg/Schmitz (Willich/Refrath) keine Probleme (21:18, 21:16). Im Finale wartete das starke hessische Doppel Dumler/Rügheimer (Dortelweil/Hofheim). Redelbach/Braun begannen stark und sicherten sich den ersten Satz mit 21:15. Was stark beginnt, kann erfahrungsgemäß auch stark nachlassen und so lief im zweiten Satz nicht mehr viel zusammen (11:21). Wenn Redelbach/Braun jedoch für etwas bekannt sind, dann für ihre Nervenstärke. Im Entscheidungssatz gelang es ihnen den Gegner wieder ihr Spiel aufzuzwingen und sicherten sich so nach 21:18 den Titel.

Zeitgleich zu Geretsried spielte der TVM-Nachwuchs in Burgkunstadt auf einem E-Ranglistenturnier und katapultierte Nils Zelder mit Siegen im Einzel und Mixed aus der Menge heraus. In der Altersklasse U17 ging Simon Hoh in der Einzelkonkurrenz ins Rennen. Er startete ganz stark mit einem deutlichen 21:11 und 21:17 über Konstantin Reichel (Marktredwitz). Im Halbfinale gegen den Rottendorfer Sebastian Fern kam er im zweiten Satz etwas ins Straucheln sicherte sich jedoch mit 21:10, 13:21 und 21:17 klar den Einzug ins Finale. Hier unterlag er zwar dem Favoriten David Franke (Bamberg), freute sich aber wie ein Schneekönig über Platz Zwei. Mit Laura Übelhör und Nils Zelder fanden sich zwei Hädefelder in der Altersklasse U15. Laura trat nur im Einzel an und musste feststellen, dass es nicht ihr Tag war. Wenn es nicht läuft, läuft es nicht…und so verlor sie ihre drei Partien. Im Gegensatz dazu war es Nils Zelders Wochenende. Im gemischten Doppel trat er mit Rania Offe (Ochsenfurt) an und deklassierte sowohl Stahl/Berger (Bayreuth/Burgkunstadt) als auch De Bruyn/Wehner (Bad Königshofen) klar. Selbst Berger/Caruso (Burgkunstadt) konnten die beiden nicht vom Titelgewinn abhalten. Auch im Einzel ließ Nils Zelder nichts anbrennen. In der ersten Runde dominierte er Luca Dinkel (Burgkunstadt) mit 21:12 und 21:10 und danach Korbinian Kauber (Burgkunstadt) mit 21:12 und 21:12. Im Finale traf er auf den an Eins gesetzten Alexandru Turcanu (Bad Kissingen), der sich gerade einmal in Satz Eins gegen den anstürmenden Zelder etwas wehren konnte (23:21), in Satz Zwei jedoch chancenlos die Überlegenheit des Hädefelders anerkennen musste (21:9). Damit ging auch der Einzeltitel an Nils Zelder.

Bayrische Meisterschaft der Senioren in Immenstadt

„Als Badmintonspieler darf man nicht alle Turniere den jungen Wilden überlassen“, kommentierte Abteilungsleiter Karl Fuchs den Ausflug von vier Aktiven des TV Marktheidenfeld zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der Senioren nach Immenstadt/Allgäu.

Karl Fuchs selbst startete in der Altersklasse O65. In der Einzelkonkurrenz gegen Herbert Wedekind benötigte er zunächst einen Satz, um ins Spiel zu kommen, dominierte seinen Gegner im Anschluss jedoch deutlich (23:25, 21:10, 21:15). Im Halbfinale traf er auf den an Eins gesetzten Top-Favoriten Siegfried Pietsch. Diesen hatte er zu Beginn gut im Griff und beim Stand von 20:17 sah er auch schon wie der klare Satzgewinner aus. Zum Leidwesen der übrigen Hädefelder ließ sich der alte Fuchs diesen klaren Satzgewinn doch noch abluchsen (23:25) und konnte auch im zweiten Satz nicht sein ganzes Potential abrufen (18:21). Damit beendete er diese Konkurrenz auf Platz Drei. Im Doppel musste Fuchs aufgrund seines „jungen“ Partners Alfons Bachhuber (Landshut) in der Altersklasse O60 antreten. Trotz hoher Abstimmungsmängel in ihrem ersten gemeinsamen Turnier belegten Sie am Ende den Bronze-Rang.

In der Altersklasse O45 tummelten sich mit Andrea Heilig, Carsten Schrage und Sven Huth, gleich drei Marktheidenfelder. Marion Grün musste ganz kurzfristig krankheitsbedingt ihre Teilnahme absagen, weswegen Andrea Heilig im Doppel mit der Rosenheimerin Susanne Breitreiner antrat. Ohne auf größeren Widerstand zu stoßen, sicherte sich Heilig im Finale gegen Michel/Rong mit 21:10 und 21:10 den Titel im Doppel der AK O45.

Das routinierte Hädefelder Mixed, bestehend aus Andrea Heilig und Carsten Schrage, bescherten den Zuschauern ein fulminantes erstes Spiel gegen die Immenstädter Lokal-Matadoren Bittner/Prestele. Zunächst sicherten sie sich Satz Eins locker mit 21:10, verloren dann jedoch den Faden und mussten den zweiten Satz mit 17:21 abgeben. Im Entscheidungssatz schwankte die Partie zwischen Bangen und Hoffen. Nur aufgrund ihrer langjährigen Routine verdankten die Zwei einen glücklichen und wichtigen 22:20 Erfolg. Nach der erwarteten Niederlage gegen Zepmeisel/Breitrainer freuten sich Schrage/Heilig über Silber.

Im Doppel traten Carsten Schrage und Sven Huth gemeinsam an. Ohne viel Gloria verloren sie gleich in der ersten Runde gegen Merk/Steinle und waren raus. „Wenn es nicht läuft, läuft es nicht“, meinte Schrage lakonisch nach dem Spiel.

Besser verkauften sich Schrage und Huth in der Einzelkonkurrenz O45. So spielte sich Huth mit einem 21:17, 17:21 und 21:14 über den Laufer Rainer Stötzer trotz eines Schluckaufs im zweiten Satz ins Halbfinale. Hier sah er gegen den hohen Favoriten Andreas Hirschmann kein Land (8:21, 7:21), war jedoch mit dem dritten Platz mehr als zufrieden. Auf der anderen Seite schaffte auch Carsten Schrage den Sprung ins Halbfinale. Im ersten Satz dominierte er seinen Gegner Markus Steinle nach Belieben (21:16) und die Hoffnung auf eine Finalteilnahme wurde wach. Im weiteren Verlauf der Partie kam sein Gegner jedoch immer besser ins Spiel und konterte Schrage zunehmend. Nach 14:21 und 17:21 blieb dem Hädefelder daher nur der dritte Platz. Hier wäre mehr drin gewesen.

2. Bundesliga Süd, TSV Neuhausen-Nymphenburg – TV Marktheidenfeld 7:0

Als klarer Außenseiter war die erste Mannschaft des TV Marktheidenfeld auf Tabellenplatz vier stehend am vergangenen Wochenende nach München zum Spitzenreiter Neuhausen Nymphenburg gereist. Die Münchner Mannschaft steht bislang klar an der Spitze der zweiten Bundesliga Süd und weist in allen Begegnungen der Saison eine makellose Bilanz ohne Niederlage auf. Dies sollte auch im Sonntagsspiel so bleiben. Das TVM-Team unterlag mit 0:7.

Die Unterfranken hatten sich vorgenommen, mutig und ohne Druck aufzuspielen. Das Team startete dann auch durchaus vielversprechend in die Doppelbegegnungen. Während das Damendoppel Brid Stepper und Jule Keil den ersten Satz mit 11:8 für den TVM gewann, ging im parallel stattfindenden Herrendoppel der erste Satz für Tim Specht und Matthias Pröstler nur knapp mit 9:11 verloren. Specht und Pröstler sicherten sich anschließend sogar den zweiten Satz in der Verlängerung mit 15:13. Leider konnten sie diese Leistung nicht halten und mussten die folgenden Sätze mit 8:11 und 6:11 abgeben. Auch Stepper und Keil konnten nicht mehr an den ersten Satz anknüpfen und verloren ihr Spiel mit 8:11, 5:11 und 7:11 in den Sätzen zwei bis vier. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch im zweiten Herrendoppel: Nach einem hoffnungsvollen Beginn im ersten Satz, der für Christopher Ames und Fabian Hippold erst in der Verlängerung knapp mit 11:13 verloren ging, gingen die Folgesätze klar an die Münchner. Damit stand es vor den Einzelbegegnungen bereits 0:3.

Tim Specht konnte auch hier im ersten Herreneinzel den ersten Satz noch offen gestalten und unterlag wiederum erst in der Verlängerung mit 11:13. Satz zwei fiel dann mit 5:11 deutlicher aus, im dritten Satz wurde es noch einmal spannend. Allerdings ging dieser dann letztlich wiederum in der Verlängerung an die Münchner. Nachdem Brid Stepper das Dameneinzel verloren hatte, kämpfte sich Christopher Ames im dritten Satz des zweiten Herreneinzels nochmals heran, aber auch hier reichte es in der Verlängerung hauchdünn nicht für einen Satzgewinn und das Spiel ging mit 6:11, 5:11 und 14:15 verloren. Die Hoffnung auf den Ehrenpunkt lagen nun beim Gemischten Doppel Matthias Pröstler und Jule Keil. Beide machten es spannend. Die Satzgewinne wanderten hin und her, erst der fünfte Satz brachte die Entscheidung. Mit 10:12, 11:7, 8:11, 11:9 und 6:11 ging letztlich auch dieses Spiel verloren.

„Das Ergebnis von 0:7 ist natürlich hart, denn es bestand heute durchaus die eine oder andere Chance. Im Endeffekt konnten wir diese dann aber doch nicht verwirklichen. Wir konzentrieren uns nun voll auf die nächsten Begegnungen gegen den Tabellendritten Schorndorf und den Tabellenzweiten Bischmisheim. In beiden Partien möchten wir auf jeden Fall wieder Punkte holen“, so das Resümee von Mannschaftsführer Tim Specht. Trotz dieser deutlichen Niederlage bleiben die Unterfranken jedoch auf Tabellenplatz vier.

Bayrische Mannschaftsmeisterschaft: TVM Untestreicht seine gute Nachwuchsarbeit

Bereits das dritte Jahr in Folge konnte sich der TV Marktheidenfeld sowohl mit seiner Schüler- als auch mit der Jugendmannschaft für die Bayerische Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren. Damit kann der Verein seine hervorragende Jugendarbeit deutlich unterstreichen. Das Turnier fand in der heimischen Hans-Wilhelm-Renkhoff-Halle statt und hatte für die Jugendmannschaft zum Ziel mit Platz Zwei die direkte Qualifikation für die Südostdeutsche Meisterschaft im April zu erreichen.

Die Schüler hatten am Samstag ihr erstes Gruppenspiel gegen den vermeintlich leichteren Gegner die Spielgemeinschaft Zirndorf/Niederndorf. Hier musste ein Sieg her. Das erste Doppel von Lukas Heilig und Nico Ferstl ließ gegen Schramm/Geyer auch nichts anbrennen und vollstreckte mit 21:12 und 21:6. Ebenso sicher dominierten Esther Huth und Miriam Schäffer die Paarung Persin/Jin mit 21:17 und 21:17, während Nils Zelder und Jan Liebler gegen Jin/Maschauer Federn lassen mussten (16:21, 10:21). Mit 2:1 Vorsprung ging es zu den Einzeln. Hier holten Lukas Heilig, Nico Ferstl und Anna-Sophia Stephan die fehlenden drei Punkte zum Sieg. Nach einer knappen Niederlage von Nils Zelder gegen Samuel Maschauer, rundete das Mixed bestehend aus Jan Liebler und Anna-Sophia Stephan den Endstand auf 6:2 ab. Das zweite Spiel gegen den Turnierfavoriten TV Augsburg war für ein Weiterkommen ins Halbfinale nicht entscheidend. Mit einem 2:6 endete die Partie erwartungsgemäß, wobei Anna-Sophia Stephan sowohl im Einzel gegen Fabia Wunderwald als auch im Mixed mit Nico Ferstl gegen Kleinle/Weidmann mit starken Siegen die Stimmung im Team hochhielt.

Mit Erreichen das Halbfinales hatten sich die gesetzten Ziele der Schüler bereits erfüllt. Sowohl das Spiel gegen den ESV München als auch die Partie um Platz Drei gegen den TSV Neubiberg-Ottobrunn mussten sie chancenlos mit 2:6 abgeben.  

Die Ansprüche der Jugendmannschaft waren ungleich höher, mindestens Platz Zwei war angestrebt. Im ersten Gruppenspiel gegen den Post SV Landshut dominierte das Team um Mannschaftsführer Steffen Grün seinen Gegner deutlich und musste nur das zweite Herrendoppel und das Damendoppel abgeben (6:2). In der zweiten Begegnung trafen die Hädefelder auf den ESV Nürnberg, die Mannschaft die auf Platz Zwei gesetzt war. Dies sollte das Schlüsselspiel des Turnierwochenendes sein, denn der Verlierer dieser Partie würde als Gruppenzweiter im Halbfinale auf die Topfavoriten des TSV Neuhausen-Nymphenburg treffen. Ein Einzug ins Finale gegen diese Mannschaft sollte eher unwahrscheinlich sein. Eine entsprechend angespannte Atmosphäre begleitete daher dieses Spiel. Das zweite Herrendoppel von Samuel Unz und David Frenzel ging erwartungsgemäß an Nürnberg, während der sicher geglaubte Punkt von Lara Suffel und Ilka Oechsner erst im Entscheidungssatz geholt wurde (18:21, 21:12, 21:14). Ein Knackpunkt war das erste Doppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach gegen Persin/Maurer, beide am Leistungsstützpunkt in Nürnberg. Mit 18:21 ging der erste Satz verloren, das Hädefelder Doppel kam aber gegen Satzende immer besser ins Spiel. „Vor allem die Sicherheit und ausgefuchsten Bälle von Joshua haben die Gegner fertig gemacht“, kommentierte Steffen Grün die überragende Leistung seines Doppelpartners. So holten Sie Satz Zwei mit 21:18 und hatten im Entscheidungssatz nur noch wenig Mühe (21:16). Damit stand es 2:1 für den TVM nach den Doppeln. Das Einzel von Steffen Grün gegen David Persin war ebenfalls ein Spiel auf Messers Schneide. Nach 15:21 kämpfte er sich mit 21:10 zurück, um im dritten Satz bei 11:18 noch auf 18:18 heranzukommen. Ein vergebener „Elfmeter“ bei diesem Spielstand führte letztlich zu einem 19:21. Auch Joshua Redelbach erkämpfte sich einen dritten Satz gegen Kilian Maurer, der sogar in die Jugendnationalmannschaft berufen wurde.  Nach 13:21, 21:15 und 13:21 stand es somit 2:3. Gut jedoch, wenn man eine Mannschaft mit einer starken Basis hat. So holte sich Lara Suffel trotz eines Schluckaufs im zweiten Satz den Sieg gegen Milena Schmidt und Moritz Unz machte kurzen Prozess mit Jens Näser (21:13, 21:15). Wie im Rausch ging es dann weiter für den jungen Hädefelder. Zusammen mit Ilka Oechsner holte er im Mixed gegen Näser/Helmsauer den wichtigen Punkt zum 5:3-Endstand.

Im Halbfinale am Sonntag traf man damit auf den „einfachen“ Gruppenzweiten aus Gruppe A, den Post SV Augsburg. Fünf schnelle Siege erlaubten es den Marktheidenfeldern die Partie beim 5:1 abzubrechen. Nach Erreichen der Siegpunktzahl galt es die Kräfte für das Finale zu schonen. Hier traf der TVM, wie erwartet, auf den TSV Neuhausen-Nymphenburg. Mit den Weigert-Schwestern auf Münchner Seite, war mit den Punkten im Dameneinzel, -doppel und Mixed leider nicht zu rechnen. Diese Prophezeiung erfüllte sich auch. Das Zünglein an der Waage sollte wieder das erste Doppel von Steffen Grün und Joshua Redelbach sein. Beide kamen weniger gut ins Spiel und verloren nach vielen einfachen Fehlern Satz Eins etwas unglücklich mit 20:22, kämpften sich dann jedoch unter dem Toben der Fans mit 21:14 zurück in die Partie. Anschließend fing der Entscheidungssatz jedoch schlecht an, schnell lagen beide mit 1:8 zurück. Einen Rückstand, den sie leider nicht mehr aufholen sollten (14:21). Nachdem auch Unz/Frenzel knapp unterlagen, rundete der Einzelerfolg von Steffen Grün gegen Justin Seibel und von Moritz Unz gegen Theodor Groß-Blotekamp das Endergebnis zwar noch ab, Neuhausen beendete die Partie mit Erreichen des 5:2 jedoch vorzeitig. Ein Ausspielen der Partie von Joshua Redelbach gegen Manuel Hart hätte zwar ein sicheres 5:3 zur Folge gehabt, den Sieg der Münchner jedoch nicht mehr verhindert.

Beide Mannschaften gemischt (von links): Samuel Unz, Steffen Grün, Eva Winzenhöller, Joshua Redelbach, Miriam Schäffer, Lara Suffel, Moritz Unz, Anna-Sophia Stephan, Ester Huth, Jan Liebler, Nils Zelder, Laura Übelhör, Nico Fertsl, Lukas Heilig, David Frenzel, Trainer Carsten Schrage

TVM-Spieler auf einem guten Weg

TVM-Spieler auf einem guten Weg Trotz verpasster Medaille bei den Deutschen Meisterschaften zieht Badminton Abteilungsleiter Karl Fuchs ein positives Fazit.

Bei den 67. Deutschen Badminton Meisterschaften in Bielefeld gingen insgesamt sechs Marktheidenfelder ins Rennen. Im Vergleich mit der nationalen Spitze, angeführt von aktiven und ehemaligen Nationalspielern, hatte lediglich Brid Stepper im Dameneinzel eine realistische Chance auf eine Spitzenplatzierung. Nach einem fünften Platz im vergangenen Jahr sollte diesmal die erste Medaille bei Deutschen Meisterschaften der Aktiven folgen. Doch im Viertelfinale gegen Katharina Altenbeck vom 1. BV Mülheim konnte die 22-Jährige ihre starken Leistungen der vergangenen Monate nicht abrufen. Nach ihrer knappen 13:21, 21:14 und 16:21-Niederlage musste Stepper erneut mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen. „Nach dem zweiten Satz sah es eigentlich richtig gut aus. Wir haben alle mit Brid mitgefiebert und können ihre Enttäuschung natürlich nachvollziehen. Trotzdem kann sie stolz auf ihre Entwicklung sein und wir sind sicher, dass sie sich weiter in der deutschen Spitze etabliert und auch für den TVM noch tolle Spiele zeigen wird.“, ist sich Badminton Abteilungsleiter Karl Fuchs sicher.

Insgesamt sieht er die Entwicklung seiner Athleten sehr positiv: „Vor ein paar Jahren war es noch die Ausnahme, wenn sich mal einer unserer Spieler für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hat. Dass wir hier mit sechs Spielern antreten und Brid nur haarscharf eine Medaille verpasst hat, ist für einen kleinen Verein wie uns trotzdem ein riesiger Erfolg“, erklärte Fuchs.

Specht und Fuchs ohne Losglück

Auch TVM-Mannschaftsführer Tim Specht ging in Bielefeld mit einem Setzplatz an den Start. Der Einzelspezialist wurde auf Position 9/16 eingestuft und bestätigte diesen Setzplatz mit seinem Einzug ins Achtelfinale. Dort traf er auf Nationalspieler Lars Schänzler, der sich beim 18:21 und 12:21 als zu starker Gegner erwies. „Das Erreichen des Achtelfinals war eine starke Leistung. Mit ein bisschen mehr Glück bei der Auslosung hätte es für Tim auch noch eine Runde weitergehen können“, vermutete Karl Fuchs.

Auch der Lengfurter Michael Fuchs, der bei den Deutschen Meisterschaften mit seinem ehemaligen Doppelpartner Johannes Schöttler ein Kurz-Comeback gab, hatte sich eine bessere Auslosung erhofft. Schon im Viertelfinale trafen die ehemaligen Nationalspieler auf Marvin Seidel und Max Weißkirchen. Gegen die späteren Titelträger unterlagen Fuchs und Schöttler im Entscheidungssatz knapp mit 18:21. „Man hat gesehen, dass die Beiden noch einmal Spaß am Spielen hatten und das war ihnen auch am Wichtigsten. Mit einer anderen Auslosung, hätten sie vielleicht um die Medaillen mitgespielt, aber das kann man sich nunmal nicht aussuchen“, erklärte Vater Karl Fuchs.

Youngster schnuppert DM-Luft

Über seinen ersten Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven freute sich TVM-Nachwuchshoffnung Joshua Redelbach. Der 17-Jährige Marktheidenfelder ging mit seinem Doppelpartner Jonas Braun vom TSV Neuhausen-Nymphenburg an den Start. Gegen Lin-Yu Oei und Saruul Shafiq vom SV Berliner Brauereien spielten die Youngster befreit auf und sorgten beinahe für eine kleine Sensation. Mit 17:21, 21:17 und 19:21 gelang ihnen um ein Haar der Sprung in die zweite Runde. „Schade, dass es dann ganz knapp nicht gereicht hat mit der zweiten Runde aber war hier auf jeden Fall eine gute Erfahrung“, resümierte Redelbach nach dem Spiel. Abteilungsleiter Karl Fuchs verspricht viel von dem 17-Jährigen: „Joshua ist auf einem sehr guten Weg. Wenn er diesen Weg weitergeht, wird er uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten“, ist Fuchs angesichts der positiven Entwicklung des Jugendspielers überzeugt.

U12 Mannschaftsspiele in Ochsenfurt

Am letzten Wochenende fand der erste von drei Spieltagen der U12-Mini-Mannschaftsrunde des Bezirks Unterfranken in Ochsenfurt statt. Um den Kindern den Einstieg zu erleichtern und möglichst vielen Vereinen eine Teilnahme zu ermöglichen, wurden einige Regeländerungen gegenüber den Mannschaftsspielen der Jugend und Aktiven vorgenommen. So durfte der Nachwuchs unabhängig vom Geschlecht jeweils vier Einzel und zwei Doppel bestreiten. Für den Badmintonnachwuchs des TV Marktheidenfeld galt es sich den Mannschaften des SC Bad Kissingen, des TV Ochsenfurt und der DJK Retzstadt zu stellen. Dem klaren Favoriten Bad Kissingen hatte das Team um Coach Moritz Unz wenig entgegenzusetzen. Ein deutliches 0:6 mit stets hohen Niederlagen in den einzelnen Spielen setzte der jungen Mannschaft zunächst etwas zu. So hatten sich die Frischlinge ihr erstes Mannschaftsspiel nicht vorgestellt. Ein Vorteil der Jugend ist es jedoch, sich nicht hängen zu lassen und beim nächsten Spiel gegen die DJK Retzstadt sofort wieder auf Angriff umschalten zu können. So lieferten sich Laura Übelhör und Anna-Lena Vogel ein ganz enges Match mit Klühspies/Blatterspiel. Zunächst mussten sie den ersten Satz zwar mit 15:21 abgeben, kämpften sich dann aber mit 22:20 zurück und überraschten die mitgereisten Eltern und Betreuer mit einem deutlichen 21:15 und dem ersten Sieg an diesem Tag. Die Niederlage von Ben Heißner und Maxi Böhm gegen Liebstückel/Klühspies war eingeplant und konnte die gute Laune nicht verderben. Ebenso erwartet war der Verlust der ersten zwei Einzel gegen die starken Retzstadter Jungs. Ben Heißner musste sich Jonah Klühspies mit 6:21 und 5:21 geschlagen geben und in ähnlicher Weise Jens Du seinem Gegner Aaron Liebstückel. Aber gut, wenn eine Mannschaft breit aufgestellt ist. So holte Jan Pazera mit einem ungefährdeten 21:15 und 21:8 über Nele Blatterspiel und Eva Bartel gegen Julia Klühspies (21:11, 21:9) die wichtigen zwei Punkte zum 3:3-Endstand. Letzter Gegner an diesem Tag war der TV Ochsenfurt. Gegen Offe/Kahlstadt taten sich Laura Übelhör und Eva Bartel von Anfang an etwas schwer und mussten die Partie nach 17:21 und 15:21 abgeben. Im zweiten Doppel zeigten Jens Du und Jan Pazera gegen Karl/Prell nach verlorenem ersten Satz eine starke Leistungssteigerung und kamen mit 21:17 zurück in die Partie. Leider konnten Sie dieses Niveau nicht halten und mussten das Spiel noch abgeben. In den Einzelnen machte Laura Übelhör, die Mannschaftsführerin, kurzen Prozess mit Nora Karl und holte einen wichtigen Punkt. Auch Ben Heißner spielte groß auf und dominierte Niklas Rost mit 21:14 und 21:18. Der 2:2 Zwischenstand ließ die Mannschaft hoffen. Leider gingen die verbliebenen Partien von Anna-Lena Vogel gegen Filip Horak und Maxi Böhm gegen Leon Moritz verloren. So verabschiedeten sich die Hädefelder zwar mit einem 2:4 gegen Ochsenfurt an diesem Spieltag, planen aber schon die Revanche am 07.04.2019 in Marktheidenfeld.

Von links: Ben Heißner, Anna-Lena Vogel, Laura Übelhör, Eva Bartel, Maxi Böhm, Jens Du, Jan Pazera und Moritz Unz

2. Bundesliga Süd, TSV Neubiberg Ottobrunn – TVM 3:4, TVM – SV GutsMuths Jena 4:3

Nachdem das erste reguläre Spiel der Rückrunde aufgrund der Wetterverhältnisse im Süden Bayerns verschoben werden musste, erwischte der TVM am Wochenende mit einer Ausbeute von vier Punkten aus zwei Spielen den erhofften gelungenen Start in die zweite Saisonhälfte. Beide Partien entwickelten sich zu den erwarteten spannenden Spielen mit jeweils dem besseren Ende für die Unterfranken. Zunächst musste am Samstag die erste Garnitur des TVM nach München reisen. Mit insgesamt fünf Fünfsatzspielen und zwei Viersatzspielen trennten sich der TVM und der TSV Neubiberg-Ottobrunn mit einem denkbar knappen 4:3 für Marktheidenfeld. Im ersten Herrendoppel standen Tim Specht und Matthias Pröstler, Martin Baatz Olsen und Lucas Böhnisch gegenüber. Die Hädefelder erwischten zunächst den besseren Start und punkteten im ersten Satz. Danach gingen die Satzgewinne jedoch im Ping-Pong-Verfahren hin und her; erst der letzte Satz brachte in der Verlängerung den erhofften ersten Punkt. Zeitgleich konnten im Damendoppel Brid Stepper und Jule Keil den ersten, hart umkämpften Satz in der Verlängerung mit 14:12 für sich entscheiden, doch Nicole Schnurrer und Helena Storch kamen in Durchgang zwei und drei konzentrierter zurück und gewannen mit 9:11 und 8:11. Die Marktheidenfelder Frauen konnten jedoch in Satz vier und fünf ihre ganze Stärke ausspielen und siegten mit 11:4 und 11:9. Im zweiten Herrendoppel gab Moritz Unz zusammen mit dem Routinier Christopher Ames sein Bundesliga Debüt. Die Nervosität machte sich beim 18jährigen Youngster vor allem am Anfang bemerkbar und der erste Satz ging deutlich mit 4:11 verloren. In Satz zwei und drei kehrte dann Ruhe ein. Nachdem sie den zweiten Satz gewonnen hatten, hatten die Hädefelder im dritten Satz bei einem Stand von 10:9 sogar einen Satzball, jedoch nicht die Nerven diesen zu verwandeln und verloren unglücklich mit 10:12. Leider lief daraufhin der vierte Satz nicht mehr rund, die Hädefelder liefen bis zum Ende einem Rückstand hinterher und mussten sich mit 7:11 geschlagen geben. Damit lag bei einem Zwischenstand von 2:1 die Hoffnung auf den Einzeln. Hier konnte Tim Specht eine zunächst äußerst spannende Partie gegen Julian Edhofer schließlich im fünften Satz klar mit 11:2 entscheiden. Die frischgebackene Südostdeutsche Meisterin Brid Stepper zeigte nach einem verlorenen zweiten Satz ihr Potenzial und konnte in einem Viersatzspiel den nächsten Punkt für den TVM einfahren. Das Gemischte Doppel entwickelte sich dann wiederum zu einem Spiel auf Messersschneide. Nachdem Matthias Pröstler und Jule Keil den ersten Satz im letzten Punkt der Verlängerung, mit 14:15, abgeben mussten, konnten sie sowohl Satz zwei als auch Satz drei, mit 11:8 und 11:3, für sich entscheiden. Doch die Gegner aus Neubiberg gaben nicht auf. So sicherten sie sich den vierten und fünften Satz hauchdünn mit 9:11 und 9:11 und verkürzten auf 4:2. Im letzten Spiel des Tages stand Christopher Ames Kevin Feibicke gegenüber. Auch hier erwischte der Marktheidenfelder einen guten Start und ging mit 2:0 Sätzen in Führung. Doch Kevin Feibicke kämpfte sich auf Neubiberger Seite heran und gewann die restlichen drei Sätze deutlich mit 5:11 5:11 und 4:11. Mit dem Endstand von 4:3 sicherten sich die Marktheidenfelder zwei Punkte und Neubiberg einen Punkt. Am Sonntag empfing der TVM dann zum ersten Heimspiel der Rückrunde den SV GuthsMuths Jena. Die Gäste standen vor dem Spiel mit einem Punkt Abstand einen Platz hinter Marktheidenfeld. Die Unterfranken wollten daher unbedingt punkten, um sich ein wenig absetzen zu können und sich den vierten Tabellenplatz zu sichern. Wie aufgrund der Tabellensituation zu erwarten, wurden sowohl die Unterfranken als auch zahlreich mitgereisten Jenaer Fans in ein Wechselbad der Gefühle verwickelt. Nachdem beide Herrendoppel jeweils an Jena gingen und lediglich das Damendoppel an Marktheidenfeld ging, lagen auch am Sonntag beim Rückstand von 1:2 wiederum die unterfränkischen Hoffnung auf den Einzeln. Zunächst setzte sich hier Brid Stepper im Dameneinzel klar durch und sorgte für den 2:2 Ausgleich. Im ersten Herreneinzel musste Tim Specht jedoch über die gesamte Distanz gehen. Erst im fünften Satz konnte der schließlich mit einem knappen 11:8 den nächsten Punkt für Marktheidenfeld sichern und für ein erstes vorsichtiges Aufatmen bei den Heim-Fans sorgen. Das Gemischte Doppel Jonas Grün und Jule Keil konnte in einer ebenso spannenden Partie in der Verlängerung des vierten Satzes mit 14:12 schließlich den Siegpunkt einfahren. Auch das letzte Spiel des Tages packte sowohl Heim- als auch Gästefans. Christopher Ames und Moritz Predel lieferten sich ein spannendes Duell. Im vierten Satz machte dann in der Verlängerung Moritz Predel den entscheidenden Punkt machen und sorgte für den 4:3 Endstand. Damit konnten die Gäste aus Jena mit einem Punkt im Gepäck die Heimreise antreten. Die Marktheidenfelder konnten sich wie am Samstag zwei Punkte sichern und den vierten Tabellenplatz festigen.