Leichtathletik: Bronzecoup der 4×100 Meter Staffel

Bronzecoup der 4×400 Meter-U20-Staffel des TV Marktheidenfeld

Als bei den Bayerischen Langstaffelmeisterschaften in Freising die vier Langsprinter des TV 1884 Marktheidenfelds auf dem Siegerpodest mit der Bronzemedaille um den Hals hängend standen, konnten sie ihr Glück kaum fassen. Absolvierten doch Nick Albrecht, Hannes Heidenfelder, Nico Schraut und Philipp Heidenfelder in den Minuten zuvor ähnlich der vergangenen Jahre ein spannendes Staffelrennen.

Da sich in den vergangenen Jahren der TVM neben den traditionell starken Staffeln der LG Karlstadt-Gambach-Lohr zu den „Medaillenhamster“ bei den Langstaffelmeisterschaften auf Landesebene mauserte, erhoffte sich das Marktheidenfelder Quartett auch in diesem Jahr, um die Medaillenplätze mitlaufen zu können. Jedoch standen im Vorfeld hinter dem Medaillentraum mehrere Fragezeichen. So konnte aufgrund einer Bänderverletzung Hannes Heidenfelder erst eine Woche zuvor in die Wettkampfsaison einsteigen, sein Bruder Philipp kämpfte mit Adduktorenprobleme und Youngster Nico Schraut sollte bei dem Staffelrennen sein Debüt über die Stadionrunde feiern. Nicht die optimalsten Voraussetzungen für den erwartet harten Kampf um die Medaillen mit den starken Staffeln aus Oberbayern. So dämpfte ihr Trainer Matthias Heuft auch die eigenen Erwartungen im Vorfeld, obwohl in der Staffel „immer alles möglich sei“. Was die vier Athleten dann auf die Bahn zauberten, begeisterte aber schließlich nicht nur ihren Trainer.

Schon mit dem Startschuss ließ das Quartett keinen Zweifel an ihrem Vorhaben aufkommen, sich ähnlich der Medaillengewinne der Jahre 2017 und 2018 ein Platz auf dem Stockerl zu sichern. Der erfolgreichste und damit erfahrenste Langsprinter des TVM, Nick Albrecht, zeigte gleich zu Beginn sein großes Talent über die 400m. Mit einem überzeugenden Rennen übergab der angehende Abiturient nach handgestoppten 50,30 sec das Staffelholz hauch dünn hinter der führenden Staffel der LG Stadtwerke München auf seinen Vereinskameraden Hannes, der in ähnlich kämpferischer Manier versuchte, die Position eingerahmt von der topbesetzten Münchner Staffel sowie dem Quartett der LG Würm Athletik zu behaupten. Erst gegen Ende der Stadionrunde musste er die Lücke zu den beiden anderen Läufern etwas größer werden lassen, lief aber zu den übrigen Mannschaften einen Vorsprung heraus. Nun feierte der 16-jährige Nico Schraut einen sensationellen Einstand über die 400m-Distanz. Kämpferisch und mit einem unwiderstehlichen, langgezogenen Schritt überzeugte er mit handgestoppten 54 sec und übergab das Staffelholz an Schlussläufer Philipp Heidenfelder auf dem Bronzerang liegend. Philipp stand nun vor der gewaltigen Aufgabe, die nicht für möglich gehaltene Bronzemedaillen ins Ziel zu bringen. Auf unwiderstehliche Art und Weise mobilisierte er unter dem Applaus der Zuschauer seine letzten Kräfte und lief als Dritter über die Ziellinie. Die Vier gewannen damit in neuem Vereinsrekord (3:35,02 Minuten) Bronze in der Altersklasse U20 und feierten glücklich, aber völlig erschöpft den ersten Erfolg der noch jungen Freiluftsaison auf Landesebene. Zusätzlich verpassten sie dabei nur um wenige Sekunden die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften.

Ebenfalls erfolgreich lief wenige Tage später Anna Schwarzkopf im Trikot des TVM über die Stadionrunde. Bei den Unterfränkischen Langhürdenmeisterschaften in Stockstadt sicherte sie sich über 400m Hürden in der Altersklasse U20 mit einem souveränen Lauf ihren dritten Meistertitel in dieser Saison.  

Badminton: Ranglistenturnier Rottendorf

Bild: hinten v.l. Lukas Otremba, Simon Hoh, Samuel Unz, Paul Knobeloch, Eva Winzenhöller, Nils Zelder; vorne v.l. Miriam Schäffer, Esther Huth, Felix Schrage

Sage und schreibe ein Dutzend Spieler undSpielerinnen vertraten die Farben des TV Marktheidenfeld auf dem E-Ranglistenturnier im nahen Rottendorf am letzten Wochenende. Mit Staunen konnten die mitgereisten Eltern und Betreuer fünf erste und zwei zweite Plätze bejubeln.

In der Altersklasse U13 erreichten die Turnierneulinge Maxi Jolie Böhm und Jens Du respektable Platzierungen und konnten mit ihrem ersten Auftritt mehr als zufrieden sein. Ben Heißner als alter Hase sicherte sich nach einer unglücklichen Erstrundenniederlage im Einzel noch Platz Fünf und wiederholte diese Platzierung im Doppel mit Julius Weißmann (Zellingen). Miriam Schäffer versuchte sich in dieser Altersklasse seit langem mal wieder im Einzel und spielte sich mit drei mehr als souveränen Siegen ins Finale. Hier zeigte sie der favorisierten Nürnbergerin Yian Gu, was eine Harke ist, und holte sich nach 15:14 und 15:6 den Titel.

Im Doppel spielte sie mit Esther Huth sogar eine Altersklasse höher (U15). Zusammen ließen sie sich zu keiner Zeit die Butter vom Brot nehmen und dominierten diese Konkurrenz. Nach 15:12, 14:15 und 15:6 gegen Jetschni/Wehner (Bad Königshofen) bedeutete das einen weiteren Titel für Marktheidenfeld.  Eva Winzenhöller beendete diese Konkurrenz mit ihrer Partnerin Anna-Lena Schaupp (Zellingen) auf dem unglücklichen vierten Platz. Esther Huth bewies ihre momentane Form im Einzel U15 mit einem ungefährdeten Finaleinzug. Hier traf sie auf Eva Winzenhöller, der durch einen überraschenden Erfolg über die an Eins gesetzte Anne Jetschni (Bad Königshofen) ebenfalls der Sprung ins Finale gelang. Im reinen Hädefelder Endspiel setzte sich Huth mit 15:10 und 15:11 durch. Im Doppel konnten auch Felix Schrage und Nils Zelder ein Ausrufezeichen setzen. Nach zwei langen, teilweise nervenaufreibenden Spielen über den Entscheidungssatz katapultierten sie sich ins Endspiel, das sie dann mit 15:11 und 15:13 deutlich gegen Hartmann/Jetschni (Unterdürrbach/Königshofen) für sich entscheiden konnten. Im Einzel zogen Schrage und Zelder, wie erhofft, ins Viertelfinale ein und belegten die Plätze Acht und Fünf.

Im Einzel der Altersklasse U17 versuchten sich mit Simon Hoh, Lukas Otremba und Paul Knobeloch gleich drei TVMler. Otremba und Hoh gelang der Sprung ins Viertelfinale, in welchem Hoh nur ganz knapp am späteren Sieger Patrick Gayr (Wolfstein) scheiterte, während Otremba ähnlich eng gegen Felix Hartmann (Unterdürrbach) zurückstecken musste (13:15, 13:15). Sie belegten am Ende den verdienten fünften und achten Platz. Paul Knobeloch fand dagegen nie richtig ins Spiel und verbuchte diese Konkurrenz als Erfahrungswert.  Im Doppel scheiterten Hoh/Otremba im Halbfinale an den Rottendorfern Fern/Sattler mit 11:15 und 12:15, holten sich aber am Ende souverän Platz Drei.

Samuel Unz tummelte sich alleine in der Altersklasse U19. In der Einzelkonkurrenz, in der er sich erst im Halbfinale dem späteren Gewinner Markus Klüpfel (Bad Königshofen) geschlagen geben musste, holte er durch ein begeisterndes 15:13, 12:15 und 15:8 über seinen Doppelpartner Achim Theisen (Unterdürrbach) den dritten Platz. Beide zeigten im Doppel, dass sie schon lange zusammenspielen, und sicherten sich mit 15:9 und 15:11 über Beck/Stivic (Veitshöchheim) bzw. mit 15:6 und 15:8 über Kotas/Kühling (Unterdürrbach) ganz locker den Titel.

Leichtathletik: Erfolgreiche Jagd nach Titeln, Normen und Bestleistungen

Bei den Unterfränkischen Meisterschaften am vergangenen Wochenende im Hösbach konnten die Leichtathleten des TV 1884 Marktheidenfelds mit vierzehn Bezirkstiteln das erfolgreiche Abschneiden des Vorjahres toppen – dank der optimalen äußeren Bedingungen gab es auch zahlreiche persönliche Bestleistungen. Dass sich in der Trainingsgruppe von Matthias Heuft, Florian Richter und Bernhard Ries zahlreiche hoffnungsvolle Talente tummeln, haben sie schon oft bewiesen – so auch diesmal in Hösbach, wo in einer Vielzahl von unterschiedlichen Disziplinen die Erfolge gefeiert werden konnten.

Auf der schnellen Hösbacher Tartanbahn sorgte der 18-jährige Nick Albrecht für die ersten Jubelstürme am Wettkampfwochenende. Dass in Unterfranken nur wenige im Hürdensprint dem U20-Athleten das Wasser reichen können, stellte Nick erneut eindrucksvoll unter Beweis. So ist der angehende Abiturient seit vier Jahren bei Bezirksmeisterschaften im Hürdensprint ungeschlagen und verteidigte auch in diesem Jahr über 110m-Hürden souverän seinen Unterfränkischen Meistertitel. Mit gelaufenen 15,11 sec erfüllte der Langsprinter deutlich die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften über diese Distanz. Stark verbessert zeigte sich auch der 15-jährige Realschüler Nico Schraut. Über 100m verbesserte er seine persönliche Bestleistung um sensationelle fünf Zehntelsekunde (11,70 sec) und buchte damit das Ticket für die Landesmeisterschaften. Silber und erneute Bestzeit sicherte sich Nico über die 200m-Sprintdistanz (24,60 sec). Ebenfalls stürmte die 18-jährige Anna Schwarzkopf über 100m Hürden zum Bezirkstitel und stellte ihre aufsteigende Form unter Beweis. Auf weiblicher Seite konnte sich Jelena Kaufmann im 100m-Finale der U18 über eine neue Bestzeit (13,46 sec) und Platz 8 freuen. Damit unterbot sie die B-Norm für die Bayerischen Meisterschaften. Die Bronzemedaille gewann die Nachwuchsathletin (27,89 sec) über 200m. Den gleichen Rang belegten Nele Weihbrecht, Seraphine Möschl, Tessa Hofmann und Mona Riedmann mit der 4x100m-Staffel der weiblichen U16. Mit der Vizemeisterschaft und persönlicher Bestleistung überzeugte Jan Habibi über 800m in der U20 (2:15,79min).

Heuft und Richter nicht zu schlagen

Auch in den Sprungwettbewerben schnitten die Athleten des TVM erfolgreich ab. Maria Heuft sicherte sich den Titel im Weitsprung der Frauen und stieg mit 5,22m gut in die Saison ein. Titel Nummer Eins, persönliche Bestleistung und Norm Nummer Eins verbuchte Carmen Hock im Dreisprung. In ihrem zweiten Dreisprung-Wettkampf sprang sie mit 9,82m souverän zum Bezirkstitel und sicherte sich die Qualifikation zur bayerischen Meisterschaft. In der U20 gewann Lisa Blum den Dreisprung für den TVM. Sein Comeback feierte Florian Richter, der überlegen den Hochsprung (1,88m) der Männer für sich entschied. In der gleichen Disziplin gewannen Höhengleich (1,40m) und der gleichen Anzahl von Fehlversuchen die Vereinskameradinnen Elena Hofmann und Anna Schwarzkopf den Bezirksmeistertitel. Über Silber und Bronze freuten sich in der Altersklasse W15 Mona Riedmann (1,35m) und Tessa Hofmann (1,30m).

Wurfschmiede TVM

Besonders erfolgreich zeigten sich die Athleten von Matthias Heuft und Bernhard Ries vor allem im Diskuswurf, Speerwurf und Kugelstoßen – nahezu alle Athleten konnten sich über neue persönliche Bestleistungen freuen. Einen Doppelsieg im Diskuswerfen (34,13m) und Kugelstoßen feiert Philipp Heidenfelder in der männlichen U20, wobei er sich im Kugelstoßen auf ausgezeichnete 13,25m steigerte und auf Platz drei der Bayerischen Bestenliste schob. Dahinter feierte sein Bruder Hannes im Diskuswurf die Vizemeisterschaft, nachdem er zuvor über die 100m-Sprintdistanz überraschend seinen ersten Einzelerfolg feiern durfte. In die Fußstapfen seines Bruders Philipp möchte gerne der 14-jährige Vereinskamerad Lars Partes treten. Mit seinem Sieg im Kugelstoßen (9,47m) und der Silbermedaille im Diskuswerfen (23,25m) fügte er sich bereits nahtlos in die Reihe der erfolgreichen TVM-Werfer ein. Zusätzlich belegte in der Altersklasse U18 Deniz Brinci den dritten Platz mit dem Diskus (28,06m). Zweifach jubeln durften schließlich Mehrkampftalent Jana Rothaug sowie Carmen Hock mit der ein Kilogramm schweren Wurfscheibe. In einem nervenaufreibenden Wettbewerb überboten sie deutlich die Norm für die Landesmeisterschaften (Carmen 28,61m; Jana 28,59m) und gewannen hinter Hanna Schmitt (28,62m, Hammelburg) Silber und Bronze. So trennten am Ende die drei Medaillengewinnerinnen nur winzige drei Zentimeter. Im Speerwerfen am zweiten Tag ließen die Athleten des TVM nochmals ihr Talent aufblitzen und sorgten bei den mitgereisten Anhängern für Jubelstürme. Jana verbesserte ihre Bestleistung (39,51m), hakte damit die Norm für die Süddeutschen Meisterschaften zum zweiten Mal in der noch jungen Saison ab und freute sich über den gewonnen Bezirkstitel. Auch Maria Heuft (Altersklasse Frauen, 27,52m) sicherte sich ihre zweite Goldmedaille. Carmen Hock (Altersklasse U18) gewannen die Silbermedaille. Sie verbesserte mit 35,86m ihre persönliche Bestleistung deutlich, verpasste aber um winzige 14 Zentimeter zum Abschluss der beiden erfolgreichen Wettkampftage knapp die Norm für die kommenden Bayerischen Jugendmeisterschaften.

Hemmerich zum TVM, 49-Jähriger soll den Neuaufbau bewerkstelligen

Ralf Hemmerich heißt der Trainer, der Fußball-Kreisligist TV Marktheidenfeld in der kommenden Saison übernehmen wird. Dies gab TVM-Abteilungsleiter Kevin Leimeister bekannt. Gegenwärtig betreut Hemmerich die SG Untertheres/Ottendorf im Landkreis Haßberge. Das Team ist Tabellenvierter in der A-Klasse Schweinfurt 6. „ Wir wollen in der kommenden Saison einen kompletten Neuaufbau starten. Und da passt es dazu, dass wir einen Trainer haben, der von außen kommt. Er ist seit 25 Jahren Trainer und bringt deshalb die notwendige Erfahrung mit“, sagt Abteilungsleiter Leimeister. Gegenwärtig ist der TV Marktheidenfeld ohne einen einzigen Punkt Tabellenletzter der Kreisliga Würzburg 2 und wird von Daniel Heißner (Spielertrainer) und Reservecoach Novo Markovic betreut. Der 49-jährige Hemmerich wird ab Sommer von seiner Heimat im Osten Unterfrankens eine weite Anreise zu den Übungseinheiten nach Marktheidenfeld haben. Dort soll er vor allem junge Spieler in die Mannschaft einbauen, die dann aller Voraussicht nach in der Kreisklasse Spielen wird.

Bezirksoberliga Männer, TSV Karlstadt -TV Marktheidenfeld 90:66

Weil Marktheidenfeld gleich auf fünf wichtige Stammspieler Jonathan Schwab, Jens Barthel, Florian Schnellbach, Florian Bloch und Jochen Englert verzichten musste, wurde das Derby zu einer einseitigen Angelegenheit. Nur in der Anfangsphase vermochten die Gäste, das Match offen zu halten, und lagen nach fünf Minuten mit 16:14 vorne. Dann übernahm Karlstadt die Spielkontrolle und führte nach einem 19:2-Lauf bereits zur ersten Viertelpause (33:18, 10.) klar. Da praktisch nur von TVM-Topwerfer Maximilian Liebler, der einen guten Tag erwischt hatte und auch schwierige Würfe traf, größere Gefahr ausging, baute Karlstadt seinen Vorsprung fast mühelos aus. Vor allem auf der Centerposition fehlte dem TVM das Durchsetzungsvermögen, während sich auf der Gegenseite vor allem Dan Boiu unter dem Korb erfolgreich in Szene setzte. Gemeinsam mit Matti Weißhaar und Michael Sauer zählte der Center-Routinier zu den auffälligsten TSV-Akteuren. Beim TVM unternahm der ehemalige Topwerfer Sebastian Liebler nach monatelanger Vrletzungspause einen ersten Test, konnte aber noch keine Akzente setzen.

Bezirksoberliga West, Männer, TTC Schimborn -KF Esselbach 9:4.

Nach der starken Leistung eine Woche zuvor gegen Spitzenreiter Eschau kassierte Esselbach nun eine überraschende Auswärtsniederlage. Schimborn sorgte mit einer 5:1-Führung für eine frühe Vorentscheidung.

TV Mittelsinn – TV Marktheidenfeld II 9:3. Die Spielstärke des TV Mittelsinn musste auch der TV Marktheidenfeld II zur Kenntnis nehmen und unterlag klar mit 3:9.

Landesliga Nordnordwest, Männer, SV Hörstein II -TV Marktheidenfeld 6:9

Marktheidenfeld setzte auch in Hörstein seine Erfolgsserie fort und entführte beide Zähler. 2: 1 lautete der Zwischenstand für den TVM durch zwei Erfolge in den Doppeln. Hörstein drehte zwischenzeitlich das Match und holte vier Einzel-siege in Serie zum 5:2. Doch Manuel Kunkel und Thomas Stapf, die im hinteren. Paarkreuz insgesamt vier Eipzel gewannen, trugen wesentlich dazu bei, dass der TVM am Ende die Oberhand behielt.

Regionalliga Südost, Frauen, TS Jahn München II – TV Marktheidenfeld 57:49

Die Marktheidenfelder Serie ist gerissen:. Die nach sieben Siegen in Folge und dem jüngsten Erfolg über Vorjahresmeister TG Würzburg II wieder gestiegenen Meisterschaftshoffnungen des TV Marktheidenfeld haben einen Dämpfer erhalten. Die Niederlage bei der TS Jahn München II wirft die Barthel-Schützlinge im Titelrennen wieder zurück.

Vier Fehlende Spielerinne

Ausgerechnetinm wichtigsten Auswärtsspiel der Rückrunde standen dem TVM Die Stammkräfte Raphaela Jochimczyk, Giulia Zöller, Anja Röder und Eva Kloos nicht zur verfügung. Vier Spielerinnen doe gegen die TGW zusammen auf 31 Punkte gekommen waren. und nun studienbedingt oder aus beruflichen Gründen absagen mussten. „Diese Personelle Schwächung hat man unserem Spiel angemerkt, wir waren verunsichert und haben in der offensive keinen Rhythmus gefunden“, nannte TVM-Trainer Barthel mehr als den Hauptgrund für den Spielverlusst. Dennoch hielt sein Team in der ersten Halbzeit gut dagegen, machte eine 11:7 Führung der Münchnerinnen wieder wett (11:12) und lag nach einer kleinen Trefferserie von Ines Liebler auch zu Beginn des zweiten VIterls vorne (14:18). Nach dem Ausgleich (20:20) nutzte Jahn zunehmend die Lücken in der TVM Verteidigung und drehte die Partie.
Der Pausenrückstand der Gäste hielt sich aber in Grenzen und nach 24 Minuten war der TVM sogar wieder in Schlagdistanz (33:30) Auf Dauer machte sich jedoch der Kräfteverschleiß bemerkbar, die kaum Verschnaufpausen bekamen. “ Wir konnten fast nur durch Einzelaktionen punkten und mussten uns jeden Korb hart erkämpfen“, gab Barthel zu bedenken.

Hinzu kam, dass der TVM aufgrund fehlender Wechselmöglichkeiten auch seine Zonenpresse oder Eins-gegen-eins-Defensive nicht mit der gewohnten Effektivität praktizieren konnte und auf Ball-Raum-Verteidigung umstellen musste. Dies nutzten die auf den kleinen Positionen stark besetzten Münchnerinnen zu einer hohen Trefferquote aus der Distanz. Gegen Ende des dritten Viertels geriet Marktheidenfeld erstmals zweistellig in Rückstand ( 42:30, 29.). Als dieser auf 16 Zähler (55:39, 36.) angewachsen war, bäumten sich die Gäste noch einmal auf und retteten durch einen starken Schlussspurt wenigstens den direkten Vergleich. Das Hinspiel hatte Marktheidenfeld mit 59:46 gewonnen.

Ob die um einen Punkt bessere Korbdifferenz aber am Saisonende überhaupt relevant wird, scheint fraglich. Die TS Jahn München II und die TG Würzburg II haben im Titelrennen jetzt die wesentlich besseren Karten. ,,Es ist ärgerlich, dass wir unsere gute Ausgangsposition verloren haben, weil wir stark ersatzgeschwächt waren. Mit zwei Spielerinnen mehr hätten wir die Partie wahr-schinlich gewonnen“, zeigte sich Barthel enttäuscht.

Jana Rothaug springt zur Bronzemedaille

Zum Auftakt der Leichtathletik-Hallensaison trafen sich am vergangenen Sonntag die besten Athleten der Aktiven- und U18-Altersklasse in Fürth, um ihre Nordbayerischen Meister zu ermitteln.

Für das erste Highlight des Tages aus TVM-Sicht sorgte die 16-jährige Jana Rothaug, die sich erstmalig in der Quelle-Halle einen Platz auf dem Treppchen bei nordbayerischen Meisterschaften sicherte. In einem spannenden Dreisprungwettbewerb in der Altersklasse U18 steigerte Jana sich im letzten Versuch auf sehr gute 10,53m und schnappte sich damit die Bronzemedaille hinter Antonia Sörgel (LAV Hersbruck, 10,77m) und Chiara Ebner (TS Herzogenaurach, 10,54m). Damit gewann die Schülerin nicht nur ihre erste Medaille, sondern überbot gleichzeitig die Qualifikationsnorm für die Süddeutschen Meisterschaften der U18-Jugendlichen (10,30m) deutlich. Im gleichen Wettbewerb startete die 15-jährige Carmen Hock zum ersten Mal im Dreisprung. Mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 9,16m belegte sie Rang 7. Dass Jana Rothaug zu den hoffnungsvollen Mehrkampftalenten des TVM gehört, unterstrich sie mit soliden 60m (8,65sec) sowie dem 8. Platz im Kugelstoßen (10,47m) in einer enorm starken Konkurrenz der weiblichen U18. Einen sehr gelungen Saisoneinstieg verbuchte auch die 15-jährige Jelena Kaufmann bei ihren ersten überregionalen Meisterschaften. Im Vorlauf über die 60m-Distanz sprintete sie ausgezeichnete 8,65sec, verbesserte damit ihre persönliche Bestleistung um bemerkenswerte drei Zehntel und unterbot somit im ersten Wettbewerb gleich die Qualifikationsnorm (8,70sec) für die kommenden Bayerischen Hallenmeisterschaften. Maria Nikou lief im gleichen Wettbewerb der Frauen gute 8,50sec im Vorlauf und verpasste als 11. Der Vorläufe nur knapp die Teilnahme im A-Endlauf.

Den Medaillensatz in der Disziplin Dreisprung ergänzten in Fürth Lisa Blum (Altersklasse U20) und Andreas Heuft (Altersklasse Männer). Beide gewannen mit persönlichen Saisonbestleistungen (Lisa 8,87m, Andreas 12,62m) ebenfalls die Bronzemedaille. In der Altersklasse U18 männlich vertraten Nico Schraut, Marius Hartung und Deniz Brinci die Farben des TVM würdig. Marius zeigte im 60m-Sprint seine beste Leistung und verbesserte seine persönliche Bestleistung (8,17sec) deutlich und verpasste nur knapp die Norm für die Landesmeisterschaften. Deniz Birinci steigerte sich im Kugelstoßen (9,24m) und stellte so eine neue persönliche Bestweite mit der schwereren 5-Kilo-Kugel auf. Damit belegte der 15-Jährige einen guten achten Platz bei den Nordbayerischen.

Den gleichen Rang hatte die neue Sprint-Nachwuchshoffnung Nico Schraut nach den Vorläufen über 60m inne. So lief der 15-jährige Schüler im Vorlauf bei seinem ersten Hallenwettkampf überhaupt nach verschlafenem Start hervorragende 7,62sec über die kurze Sprintdistanz und qualifizierte sich souverän für die künftigen Bayerischen Meisterschaften seiner Altersklasse. Jedoch blieb Nico das erhoffte Finale verwehrt. Denn der Realschüler musste sich nach den Vorläufen den für das Finale startberechtigende achten Platz zeitgleich mit Sebastian Oertel (TS Herzogenaurach) teilen. Nach den Regularien der Meisterschaften, muss in diesem Fall das Los über eine Finalteilnahme des Athleten entscheiden.  Zum Leidwesen des jungen TVM-Athleten fiel das Los auf Oertel und Nico verpasste den Endlauf als Neunter knapp. Mit Wut im Bauch zeigte sich der Realschüler am späten Nachmittag aber kämpferisch und überzeugte mit erneuter persönlicher Bestleistung über die 200m (24,78sec). Bereits am kommenden Wochenende warten auf die Athletinnen und Athleten des TVM die Nordbayerischen Meisterschaften der Altersklassen U20. Hier versuchen die Sportlerinnen und Sportler aus der Trainingsgruppe von Matthias Heuft, Florian Richter und Bernhard Ries erneut ihre Bestleistungen zu verbessern.

Bezirksoberliga Männer, DJK Schweinfurt – TV Marktheidenfeld 52:93

Rückrunden-start geglückt: Der Pflichtsieg des TVM ( ohne Jonathan Schwab und Florian Schnellbach) beim ebenfalls nicht kompletten Vorletzten DJK Schweinfurt II war eine überraschend klare Angelegenheit. Die spielerisch überlegenen Gäste besaßen in Flügelspieler Maximilian Liebler µnd Spielmacher Jens Barthel zwei jederieit korbgefährliche und treffsichere Distanzwerfer sowie in Routinier Jochen Engert einen starken Center. Gegen dieses Trio fand Schweinfurts Abwehr keinerlei Mittel, so dass sich der neue Tabellen-dritte am Ende deutlich durchsetzte.

Beste Werfer: Sternberg 16 (3 Dreier), Schupp 15 (1), Mantel 8 (2), Gock 8